Eine märchenhafte Reise durch Marokko

Sonnenuntergang in Marrakesch

ich hatte mir 1001 Nacht gewünscht,

Kultur, Sultans, Wüste und Berge und habe alles bekommen!

Voller Dankbarkeit bin ich wieder in Spanien gelandet. Es fiel mir schwer mich von meinem letzten Zimmer zu verabschieden. Unser Riad lag inmitten der Medina von Marrakesch. Draußen tobte das Leben und kaum schloss sich die massive Tür des Riads hinter mir, befand ich mich in einer Oase der Ruhe und Entspannung mit märchenhaften Flair.

Marrakesch

Wir brachen auf von Marrakesch. Zu dritt aus Alicante. Unsere vierte Mitreisende sollte später dazu kommen. Ahmed, mein Partner für individuelle Marokko-Reisen holte uns vom Flughafen ab.

Marrakesch war die erste Königsstadt Marokkos und wurde von einer Berber-Dynastie gegründet. Heute ist sie eine Großstadt am Rande des Atlas-Gebirges mit einer modernen Neustadt sowie einer wunderschönen Altstadt. Die Häuser leuchten rot in der Sonne und keines hat mehr als fünf Stockwerke. Mich hat die liberale und moderne Struktur der Stadt überrascht. Großzügige Avenues und ein unglaublicher Verkehr, aber fließender und gelassener als in jeder europäischen Metropole. Die Stadt ist multikulturell und ein internationaler Treffpunkt für viele unterschiedliche Events, Kongresse und Begegnungen. Mit unserer Ankunft gerieten wir ins Fußballfieber der Marokkaner, denn es finden gerade die Afrikanische Meisterschaften statt. Die Marokkaner sind Fußballbegeistert wie die Deutschen.

Am nächsten Morgen zeigte uns ein sehr sympathischer Stadtführer die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt, wie die Koutoubia Moschee (das Gegenstück in Sevilla wurde von der selben Dynastie gebaut). Interessant ist, das die Minarette der marokkanischen Moscheen viereckig und nicht rund wie in anderen islamischen Ländern sind. Auch haben wir die älteste Hochschule von Marrakesch „Medersa Ben Youssef“ mit einer unglaublich schönen Architektur, mitten in der Medina besichtigt. Wir durchstreiften die quirligen Souks und fühlten uns ins Mittelalter versetzt, als wir die Handwerker sahen und die betörenden Düfte einatmeten.


Unsere Rundreise führte uns am folgenden Tag zunächst über eine gut ausgebaute Autobahn (ca. 320 km) nach

die Moschee von Casablanca

Casablanca

Ja, tatsächlich die riesige, moderne Stadt macht ihren Namen alle Ehre. Die Häuser sind weiß. Eigentlich wollte ich sie aussparen, aber Ahmed meinte, es wäre gut sie auf dem Weg nach Rabat zu besuchen. Vor allem wegen der berühmten Moschee Hassan II, die einzige in Marokko, die wir als Nicht-Muslime betreten dürfen. Es ist tatsächlich ein sehr imposantes Gebäude, dass erst vor ca. 10 Jahren fertig gestellt wurde. 80.000 Gläubige können hier zur selben Zeit beten. Und die Moslems benötigen Platz für ihr Gebets-Yoga. Zur Moschee führt eine lange Promenade am Atlantik entlang. Mir scheint baden im Ozean ist hier nicht möglich, denn es gibt an der Küste entlang überall Pools oder Strände von Mauern umgeben. Der Boulevard sieht mehr aus wie eine Befestigungsanlage. Vielleicht liegt es auch daran, dass die Marokkaner nicht schwimmen können. Dieses Fernomen ist mir in Indien auch schon begegnet.

Rick`s Café aus dem Film „Casablanca“ gab es bis vor ein paar Jahren gar nicht. Doch eine Amerikanerin hat es nachgebaut und heute muss man lange vorher einen Tisch reservieren, um dort Einlass zu bekommen.

Rabat

Im Regen kammen wir in der heutigen Hauptstadt Marokkos an. Sie hat sich zu einer sehr modernen, ebenfalls weißen Metropole am Atlantik entwickelt. Ein breiter Fluss, der Bou Regreg trennt Rabat von seiner Schwesternstadt Salè. Die Brücke, die beide Städte verbindet, ist relativ neu. Auch hier trifft das Alte auf das Moderne. Die Französischen Kolonialbauten sind an den großen Hauptstraßen nicht zu übersehen. Daher fühlt man sich im Straßencafé fast wie in Paris.

Die Stadtbesichtigung führt uns am Mausoleum von Mohamed V. und dem Hassanturm, das Wahrzeichen der Stadt vorbei. Daneben steht das unvollendete Projekt eines Almohaden-Sultans, mit einem Minarett sowie Ruinenresten und einem Säulenwald. Er wollte die zweitgrößte Moschee der Welt bauen, ist aber vorher verstorben. Von hier haben wir einen herrlichen Blick auf die Stadt. Auch in Rabat gibt es eine gut erhaltene Medina mit kleinen Gässchen und mediterran anmutenden Häusern. Mitten in der Altstadt wurden wir in einem sehr märchenhaften Riad untergebracht.

Hier verbrachten wir auch den „Heiligen Abend“ und wurden von der Familie, der das Riad gehört, sehr gut bekocht. Obwohl die marokkanische Küche sehr fleischlastig ist, haben sie uns immer wieder mit vegetarischen Köstlichkeiten überrascht. Ich denke es war eine Herausforderung für sie Vegetarier im Hause zu haben. Auf alle Fälle sind die Marokkaner sehr gastfreundlich.

Am 25. Dezember folgen wir der Autobahn nach Tanger, um dort mittags Sonja vom Flughafen abzuholen. Nun fuhren wir zu fünft weiter nach


Chefchaouen 
in die blaue Stadt. Der Name bedeutet „zwei Hörner“ und ist nach den zwei Bergspitzen des Rif-Gebirges benannt, die von der Stadt aus zu sehen sind. Das Städtchen erinnerte mich an Altea, nur eben blau angestrichen. Sogar die Straßennamen sind auf arabisch und spanisch geschrieben. Es hat total viel Spaß gemacht durch die Gasen zu streifen und sich all die Herrlichkeiten anzuschauen, die angeboten wurden. Von hier kann man auch fantastische Wanderungen durch das Rif-Gebirge tätigen. Sonja und ich sind am letzten Morgen mal kurz auf eine Anhöhe gestiegen, um einen besseren Überblick zu erhalten. In Chefchaouen nächtigten wir ebenfalls in einem Riad. Dieses zeichnetet sich nicht nur durch seinen modernen, arabischen Einrichtungsstil aus, sondern auch für seine überdachte Dachterrasse. Endlich konnten wir morgens gemeinsam yogieren. Alle Riads verfügen über Dachterrassen. Jedoch hatte es tagelang vorher geregnet und der Regen und die Kälte hatte uns davon abgehalten morgens aufs Dach zu steigen.

Ich freue mich für Marokko über den Regen. Denn hier war alles sehr, sehr trocken nach über 8 Jahren ohne Regen!

 

Treppe in Chefchaouen

Die nur knapp 200 km nach Meknès über eine kurvige Landstraßen waren für mich sehr anstrengend. Bei besseren Wetter wäre die Fahrt bestimmt angenehmer, denn sie führt durch eine sehr ansprechende Landschaft, die Ausläufer des Rifgebirges.

Meknès
liegt auf einer fruchtbaren Hochebene und wurde von dem berüchtigten Sultan Moulay Ismail zur Königsstadt erhoben. Er war auch der einzige Sultan, der hier lebte. Er scheint, dass er nicht wirklich beliebt gewesen war, zu mindestens war er ängstlich, denn er baute sich eine eigenen kleine Stadt mit 3 Mauern und prunkvollen Stadttoren, neben der Medina. Er lebte zur Zeit des Sonnenkönigs und war erpicht darauf, sich mit den Europäern zu verbünden, deshalb wollte er gerne eine französische Prinzessin heiraten. Da er aber polygam lebte und die Franzosen das nicht schätzten, schenkte sie ihm zwei Standuhren, die nun neben seinem Grab stehen.

Fès
liegt nur 50 km weit entfernt. Für mich ist diese, die wahre Königsstadt, was sie ja auch über Jahrhunderte war. Hier befindet sich die älteste Universität der Welt, übrigens von einer Frau gegründet. In der größten Medina Marokkos mit seinen über 900 Gassen kann man sich schnell verlaufen, auch Einheimische. Es gibt viel Sehenswertes, Historisches, Spirituelles und immer wieder die farbenprächtigen Souks, die Händler- und Handwerkergassen der Kupferschmiede, Gerber, Schneider und Töpfer und auch noch ein andalusisches Viertel.

Unsere Rundreise führte uns weiter über den mittleren Atlas, ein mittelhohes Gebirge mit Eichen- und Zedernwäldern, Wasserquellen und Hochebenen, wo die Nomaden mit ihren Herden anzutreffen sind. Wir überquerten den Zad Pass (2.000 m) und das Ziz-Valley, ein bizarrer Canyon gesäumt von einem Meer aus Dattelpalmen. Es war eine lange aber abwechslungsreiche Fahrt. Gegen Abend erreichten wir dann endlich das Tor zur Wüste, Merzouga.

Merzouga
ist umgeben von den rot, goldenen Dünen der Wüste, des Erg Chebbi. Wir bezogen unsere Zimmer in einer Burg, Kasbah genannt. Nicht nur das eindrucksvolle Gebäude und der stimmungsvolle Sonnenuntergang hat uns verzaubert, sondern auch die zur Familie gehörenden jungen Männer in traditioneller Kleidung, einer schöner als der Andere! Sie servierten uns sehr zuvorkommend und charmant das Abendessen, ein Tahin.

 

Am nächsten Morgen, an meinem Geburtstag, fanden wir auch in diesem Haus ein guten Platz für unser morgendliches Yoga und erlebten einen, in sanften Gold getauchten, strahlenden Sonnenaufgang auf dem Dach der Kasbah.

Das Wüstencamp
Nach dem Frühstück wurde es spannend, denn nun sollte es auf Dromedaren weiter gehen zum Wüstencamp. Die Tiere warteten schon vor der Tür auf uns. Ich, als Wüsten-Erfahrene, weiß das Reiten nichts für mich ist und schon gar nicht auf Kamelen. Daher wanderte ich neben meinen Mitreisenden. Ich liebe es durch die Wüste zu laufen, am liebsten barfuß. Inzwischen war es zwar sonnig, aber der Sand war doch recht kühl. Immerhin war es der 30. Dezember. Die Wanderung dauerte gut 2 Stunden.

Die Camps liegen am Rande der Sanddünen und dem Beginn der Steinwüste, die sich ins Endlose zieht. Irgendwo das draußen befindet sich die Grenze zu Algerien.

So ein Wüstencamp ist natürlich etwas ganz anderes, als wenn man, wie ich vor ein paar Jahren, mit den Beduinen durch die Wüste zieht, Feuerholz sammelt, auf dem Feuer kocht und unter freiem Himmel nächtigt.

Jedoch es bietet Komfort. Zelte mit Badezimmer, fließend Wasser, Strom und sogar Wifi. Auch ein beheiztes Restaurant ist vorhanden und Liegestühle zum relaxen.

Der Wüstenfunk hatte auch geklappt – mir wurde eine Torte mit Kerzen serviert und alle sangen „Happy Birthday“. Ich war gerührt und voller Dankbarkeit über alle Gaben. Mit all dem hatte ich nun gar nicht gerechnet. Glaubte ich doch, die Feiertage einfach ausfallen lassen zu können.

Bedingt durch den Vollmond und den modernen Komfort sahen wir leider keinen großartigen Sternenhimmel. Bei meiner nächsten Reise achte ich darauf, dass wir während des Neumonds in der Wüste sein werden. Ich liebe es in die Sterne zu schauen. Wir hatten einen fantastischen Sternenhimmel auf Finca la Higuera, der für mich nun verloren ist. In den unbeheizten Zelten war es nachts bitter kalt, so wie draußen, doch gefroren haben wir nicht, Dank der sehr warmen und schwerere Decken. Nachts pinkeln gehen sollte man sich verkneifen. Der moderne Komfort hat noch einen weiteren Nachteil. Ich konnte wegen des Dröhnen des Strom-Generators nur wenig schlafen. Leider bin ich sehr geräuschempfindlich und in der Wüste suche ich die Stille.

Am letzten Tag des Jahres machten wir eine wunderbare Wanderung durch die Steinwüste. Sie ist enorm, weit, endlos und eben, von weitem schien sie langweilig, doch dann war ich total überrascht, wie schön und angenehm das Wandern in ihr war. Ich hätte noch Stunden weiter laufen können. Doch das Mittagessen rief. Wir wurden überall königlich bedient und bekocht. Selbst in der Wüste.

Am Abend war der magische Moment, als wir den Sonnenuntergang auf der höchsten Düne erlebten. Über eine Stunde hatten wir für den Anstieg gebraucht. Eine sagenhafte Atmosphäre und Wüstenlandschaf lag uns zu Füßen. Wir meditierten und genossen das Farbenspiel im Abendlicht und wanderten im Mondschein zurück zum Lager. Nach dem Abendessen spielten wir Karten, um uns die Zeit bis Mitternacht zu vertreiben.
Marokko ist ein islamisches Land. Hier hat kaum ein Haus die Lizenz Alkohol zu verkaufen. Ein Glück dachte ich, denn diese alkoholisierten Leute am Silvesterabend mochte ich nie. So war ich doch sehr überrascht, als die anderen Camp-Gäste sich kurz vor Mitternacht mit allerhand mitgebrachten Alkoholflaschen am Lagerfeuer einfanden. Vom Camp waren Musiker engagiert, die ein wenig trommelten, um die Gäste zu unterhalten und diese tanzten, kaum zu glauben, Polonaise. Ich als gebürtige Norddeutsche konnte nie etwas mit dieser Art von Fröhlichkeit anfangen. Ich sehnte mich zurück auf die Düne, aber dafür war es ja jetzt zu spät und zu kalt. Das Lagerfeuer wärmte uns zumindest ein wenig auf. Auch wenn ich gerade vor diesem Tanz-Alkohol-Polonaise-Szenarium fliehen wollte, verstehe ich, dass die Betreiber des Wüstencamps ihren Gästen etwas vertrautes bieten wollten. Trotz allem war es schön, wieder in der Wüste zu sein und es war nicht das letzte Mal! Nur, nie wieder Silvester.

 

Am 1. Januar wurden wir von einem Jeep abgeholt und durchquerten die Wüste in einer wilden Fahrt zurück nach Merzouga. Von hier starteten wir nun wieder in „unserem“ Auto eine 5 stündigen Fahrt durch weite Ebenen, Wüstenplateaus vorbei an Oasen und durch mehrere kleine Städtchen.

Wir hielten vor der Todra-Schlucht und liefen weiter zu Fuß. Es war ein eindrucksvolles Naturschauspiel, denn ihre teils überhängenden Felswände ragen an der schmalsten Stelle mehrere hundert Meter in die Höhe.

Wir genossen die Fahrt auf der berühmten „Straße der 1000 Kasbahs“, am Ufer des Dadés entlang, vorbei an bizarren roten Felsformationen bis wir das Dadés-Tal erreichten.

Dadés-Tal
Wieder übernachteten wir in einer Kasbah (Burg). Diese war so wunderschön, dass mir wirklich königlich zu mute wurde. Das Essen kam jeder französischen Gourmet Küche gleich und Mustafa, der Burgherr sah aus wie ein Sultan. Er trug immer Turban in den Farben seiner bunten Mäntel.

Hier konnten wir unser morgendliches Yoga wieder aufnehmen, wenn auch nicht auf dem Dach, dazu war es auch hier zu kalt, aber die Zimmer waren fürstlich groß.

Am nächsten morgen erwanderten wir die Oase und unternahmen eine kleine Bergwanderung, auf der wir an bizarre Felsformationen, in vielen Farben leuchtend vorbei wanderten und immer wieder wunderschöne Aussichtspunkte erklommen. Schluchten und immer wieder Ruinen von Kasbahs verzauberten unseren Blick. Das Wetter meinte es gut mit uns. Es war eine wundervolle Wanderung und Labsal für Körper und Seele.

Nach der Wanderung waren wir zu Gast bei einer Berberfamilie. Wir aßen wieder einmal die traditionelle marokkanische Suppe, Linsen und Tahin.

Rückfahrt über den Atlas
Eigentlich hatten wir vor, am darauf folgenden Tag noch weiter bis Ast Ben Handout zu fahren, da es aber wieder begann in Strömen zu regnen, beeilten wir uns über den Pass zu kommen, bevor er gesperrt würde. Denn oben schneite es.
Je höher wir kamen desto kälter wurde es und der Regen wurde zu Schnee. Die Dörfer im Gebirge wirkten wie Dörfer im Skigebieten. Nur die Orangenverkäufer und bunten Geschäfte passten nicht zum Bild.
Der Schnee wurde immer tiefer und heftiger. Auf dem Pass in 2260 m Höhe war kaum noch etwas zu erkennen und es war bitterkalt und sehr windig. Ich wiederholte im Kopf immer mein Schutz-Mantra, da mich die Straßenverhältnisse doch ein wenig ängstigten. Wir hatten mit Ahmed einen wirklich erfahrenen und guten Fahrer, dem ich sehr vertraute. Trotzdem war ich froh, als es wieder bergab ging und wir langsam ins Grüne kamen.

Spät Nachmittag erreichten wir Marrakesch im Sonnenschein.
Abends macht es Spaß, in das pulsierende Leben am großen Platz, dem „Jemaa el Fna“ einzutauchen, auf dem ein wildes Treiben mit Gauklern, Schlangenbeschwörern, Glücksspiel, Wahrsagerinnen, Künstlerinnen und Musikern sowie Garküchen herrscht.

Doch nach den viel Erlebnissen und der abwechslungsreichen Reise mit so vielen Eindrücken, war ich froh wieder ein schönes geschmackvolles Zimmer in dem Riad in der Altstadt zu beziehen, um mich zu relaxen und die Reise Revue passieren zu lassen.

Resümee

Ich komme wieder!
Im Frühjahr 2027
werden ich erneute eine Reise nach Marokko für maximal fünf Mitreisende anbieten.
Wir werden uns von Marrakesch
verzücken lassen, die Straße der 1000 Kasbahs sehen, im Atlasgebirge wandern, uns von der Wildnis und der Natur verzaubern lassen, grüne Oasen erkunden und danach in die Wüstenlandschaft eintauchen, Sonnenaufgänge und Sonnenuntergänge erleben, dabei unserer Seele ganz nah im morgendlichen Yoga und in der stillen Meditation kommen.

Unter Yoga-Reisen werde ich es schon sehr bald hier ausschreiben: 
https://ines-tej-in-motion.eu/1001-Nacht-in-Marokko

Falls du selber etwas organisieren möchtest, gebe ich dir gerne die Adresse meines Partners und Reiseleiters in Marokko. Ahmed stellt dir individuell alles so zusammen, wie du es dir wünscht. Für ein ultimatives „1001 Nacht Erlebnis“.

Wir blicken noch einmal zurück
und dann nach vorne!

Der Winter lädt uns ein, innezuhalten und neue Kraft zu sammeln. Es ist die perfekte Jahreszeit, um zu reflektieren und eignet sich besonders gut um altes abzulegen und neues zu etablieren.

Mein kleiner Rückblick

Mein Motto für 2025 war:
Erfülle dir deine Träume, sonst gibt es keinen Platz für Neue!“

Ja, ich bin voller Dankbar für dieses vergangene Jahr. Es ist so viel geschehen. Ich konnte meine Trauer bewältigen, war oft sehr einsam und habe viel Trost bei meinen Freundinnen gefunden, hatte innige Tage mit der Familie und konnte mir einige meiner Wünsche erfüllen!

am arabischen Meer

13 Wünsche hatte ich mir am Jahresanfang für 2025 notiert. Zum Teil habe ich sie mir erfüllt. Andere sind im Jahr noch dazu gekommen. Und manche habe ich verworfen oder verschoben.

  • Meine erste Indienreise war so unglaublich wundervoll und bereichernd, dass ich dort unbedingt noch einmal hin möchte. Ich fliege im März!
  • Meine Trauer konnte ich hinter mir lassen und kann heute in Dankbarkeit an Stijn denken
  • Über 40 Teilnehmer waren bei meinen Yogastunden dabei! Das macht mich glücklich!
  • Sadhana – das yogische Morgenritual – es wurde von mehr Yogis für sich entdeckt und das freut mich sehr!
  • Zwei Yoga-Retreats „Erwecke die Göttin in Dir“ haben im Frühling und Herbst stattgefunden. Es war so schön mit euch!
  • Zeit für liebevolle Kontakte zur Familien und Freunden – ja ich habe im Sommer eine Reise zu Freunden und Familie gemacht. Mein Enkel hat mich das erste Mal ganz alleine in Spanien besucht. Meine Tochter mit Mann und ihren jüngsten Kindern waren hier und mein Sohn mit seiner Freundin, sowie drei Freundinnen aus Bremen, Hannover und Berlin haben mich besucht.
  • Meine Angst konnte ich in Vertrauen verwandeln.
  • Eine Lösung für die Tiere finden – Lana wohnt jetzt meistens bei Uschi auf dem Land.
  • Mehr abendliche Aktivitäten – ja ich gehe tanzen und manchmal ins Kino oder ins Konzert.

Nicht geschafft habe ich:

Ein neuer Podcasthabe ich nicht aufgenommen
Sondern überraschend ein Buch geschrieben: „Es war einmal ein Paradies“ – es ist noch im Verlag und steht kurz vor der Veröffentlichung.

Endlich neue Meditationen aufschreiben – habe ich vergessen.

– Meinen YouTube-Kanal aufräumen – dazu hatte ich keine Lust. So könnt ihr mich noch ein Weilchen in „meinem Paradies“ erleben.

Sterbehilfe anbietenhat sich nicht ergeben.

Von meiner To-Want-Liste im Herbst, auf die ich ja auch 13 Wünsche geschrieben hatte, sind fast alle ab geharkt, nur zwei davon werde ich auf das nächstes Jahr schieben. Kannst du dir vorstellen welche es sind?

Blick auf das Neue

Das Jahr neigt sich nun seinem Ende entgegen und damit zieht sich die sanfte, ordnende Kraft der Venus zurück – und macht Platz für eine neue Frequenz.

2026 ist ein Merkur-Jahr
Jedes Jahr steht unter dem Einfluss eines Planeten,
dessen Energie durchströmt die Erde und ist spürbar in allem, was lebt: in dir, in den Jahreszeiten, in deinen Beziehungen und Entscheidungen.

Dem Merkur untersteht die Kraft der Umsetzung, der Kommunikation, der Bewegung und des Verstehens.

Es wird somit das Jahr, in dem Liebe und Tatkraft sich verbinden, in dem unsere Gedanken konkrete Formen annehmen und Ideen des Herzens Wirklichkeit werden.

Nummerologisch ist 26 eine gerade Zahl, also ein Jahr mit weiblicher Energie.
Die 6 steht für Schönheit und Gerechtigkeit.
Wir werden in die Lage versetzt unsere Gebete Wirklichkeit werden zu lassen. Die Schlüsselfrage heißt also: Sind wir – jeder für sich und die Menschheit im allgemeinen – konzentriert und konsequent genug? Kann ich oder können wir unsere Ziele realisieren, indem wir unsere Intuition nutzen? Können wir unsere Versprechen halten?

Die Quersumme von 2026 ist die 10 und steht für Mut und Kreativität.

Sie ist eine potenzierte 1, denn durch die Null wird die Einzerqualität verstärkt oder verringert, je nachdem wie mutig ich bin. Die Schlüsselfrage lautet als hier: Habe ich den Mut mutig zu sein. Lasse ich meine Kreativität zu oder ziehe ich mich vollständig zurück?



2026 ist im chinesischen Horoskop eine Feuerpferd. Bringt also auch hier Feuer und Leidenschaft sowie Mut und den Drang nach Veränderung mit sich.

Wie immer bleibt es spannend für uns. Wie sich das Weltpolitische auswirken wird, werden wir erleben.

Wie verbringen wir den Übergang vom alten ins neue Jahr?

Die Zeit zwischen den Jahren, die Rauhnächte habe ich viele Jahre auch gerne mit euch geteilt. Die Zeit ist gespickt mit der Sehnsucht nach Erholung und neuen Impulsen.

Lehne dich doch mal zurück, lass dich inspirieren und beame dich an den Ort deiner Träume.

Vielleicht zu einen meiner Retreats nach Spanien. Wann wenn nicht jetzt, wo es doch heißt, dass wir uns unser Träume erfüllen können.

Wir, meine Freunde und ich werden die Silvester-Nacht in der Wüste verbringen. Hoffentlich mit einem fantastischen Sternenhimmel und einem wärmenden Lagerfeuer. Denn in der Wüste ist es nachts sehr kalt, vor allem im Dezember.

 

Meine T-Wont-Liste für 2026

ich werde:

  1. eine wundervolle Reise durch Marokko erleben

  2. zum Dalai Lama nach Indien reisen

  3. 5 Kg abnehmen

  4. Inspirierende, bewegte Yogastunden unterrichten

  5. fließend spanisch sprechen

  6. mehr Singen und meine Rhythmusgefühl steigern.

  7. mich im spanischen Tanz und Kastagnetten-Spiel verbessern.

  8. Newsletter ausbauen möchtest du meinen Newsletter abonnieren?

  9. wunderbare Wanderungen machen

  10. mich mit den Menschen umgeben, die mir am Herzen liegen.

  11. zwei herrliche Retreats veranstalten

  12. Zum Yogafestival nach Frankreich fahren

  13. das Leben genießen

Mein Motto für 26 lautet:
„Man muss mit allem rechnen – auch mit dem Guten!“

Warum ich Weihnachten nicht mag

Bevor die Feste beginnen, fliege ich nach Marokko. Ich verbringe Weihnachten, meinen Geburtstag und Silvester im engen, klitzekleinen Freundeskreis, in einem moslemischen Land und zum Teil in der Wüste. Ich freue mich sehr darauf?

Am Ende des Jahres feiere ich einen runden Geburtstag. Ich werde siebzig. Damit beginnt für mich nicht nur ein neues Jahrzehnt und wahrscheinlich meine letztes, sondern auch ein neues Chakra wird die Vorherrschaft in meinem Leben übernehmen.
Das 4. Chakra Anahata steht für Liebe und Mitgefühl.
Ich bin gespannt!

Warum fliehe ich und was stört mich an diesem Fest?

Im Fernsehen laufen jeden Abend die Weihnachtsfilme. Immer läuft es darauf hinaus, dass sich alle lieb haben und es wunderschön harmonisch ist, wenn sie unter dem Tannenbaum stehen.

Das Fest der Liebe ist ein Konsumfest. Vielleicht können die Menschen ihre Liebe nur mit Materiellem ausdrücken. Aber auch das ganze Rumtata umzu – entweder man lacht darüber oder zieht sich zurück.

der Weihnachtsgruß

Die Spielregeln des Lebens

Ihr kennt ja bestimmt alle die „Spielregeln des Lebens“ von Rüdiger Dahlke. Es sind geistige Gesetze, um Menschen zu helfen, Leid zu vermeiden und ihr volles Potenzial zu entfalten, indem sie Prinzipien wie Polarität, Resonanz und das Gesetz des Anfangs verstehen und im Einklang mit ihnen leben, anstatt sich von Ausreden blockieren zu lassen.

Ich gehe zum Anfang

Selbstverständlich, in meiner Kindheit, hatte ich zwar schon von Jesus gehört, aber wusste nicht so recht, wer es sein sollte. Meine Familie ist evangelisch. Meine Mutter hatte zwar, wenn sie die Zeit fand mich in Bett zu bringen, mit mir gebetet. Das heißt wir haben zusammen ein Gebet gesprochen: „Mein Herz ist klein …“, aber warum dieser Jesus, den ich nicht kannte, in meinem Herzen wohnen sollte, habe ich nie verstanden. Damals habe ich mir so einen winzigen Jungen vorgestellt, der in meinem Herzen wohnt.
Ich stamme aus einer Drogisten-Dynastie. Meine Eltern hatten eine eigene Drogerie. Das bedeutete in den 50igern und 60igern Jahren, das sie ihren Jahresumsatz quasi zur Hälfte im Dezember machten. Denn sie verkauften Weihnachtsdekoration, Kerzen und Parfum sowie Silvesterdekor, Scherzartikel, Feuerwerk und Knaller.

Da meine Mutter selbstverständlich mit im Geschäft arbeitete und über wenig Zeit mit der Familie verfügte aber ein perfektes Weihnachtsfest wollte, wurde bei uns schon 10 Tage vor Heilig Abend das Wohnzimmer als Sperrzone erklärt und abgeschlossen. So konnte sie in Ruhe abends das Zimmer dekorieren.

Der Aufenthalt von meinem kleinen Bruder und mir wurde also zehn Tage auf Küche und ein gemeinsames Kinderzimmer von 12 qm reduziert. Abends länger wach bleiben als der Kleine war nicht mehr erlaubt und Fernsehen auch nicht. Die Eltern waren gestresst und stritten sich dementsprechend viel. Es waren sehr lange zehn Tage!

Heilig Abend schaute ich oft aus dem Fenster. Ab und an kam ein Weihnachtsmann vorbei und brachte in manche Nachbarhäuser Geschenke. Natürlich bemerkte ich, dass es sich nicht immer um die selber Person handelte. Es ist schon komisch, das ein Kind am Heiligen Abend die Straßen beobachtet, aber erstens war ich ein sehr neugieriges Mädchen und zweitens hatten meine Eltern, wie immer keine Zeit. Bei uns war die Hölle los. Die Bescherung fand nie vor 20 h statt, denn der Laden hatte ja bis 18 h geöffnet und im Anschluss fand die Weihnachtsfeier mit dem Personal statt. Erst dann kam meine Mutter gestresst nach hinten in die Küche und fing an diesen entsetzlichen Karpfen mit Senfsoße zuzubereiten, den ich überhaupt nicht mochte. Der Tag zog sich bis zur Bescherung wie Gummi.

Nach dem Essen bescherten auch meine Eltern sich. Meist war meine Mutter bitter enttäuscht über das Geschenk meines Vaters, der gerne einen Tag vor Weihnachten in der Mittagspause schnell in die Stadt fuhr, um noch irgendetwas für meine Mutter zu kaufen. Ein teures Kleid, was ihr nicht stand oder nicht passte, einen Pelzmantel, der viel zu teuer war oder nur eine Pralinenschachtel, mit der sie sich so gar nicht wertgeschätzt fühlte. Auch wenn sich nach ein paar Tagen herausstellte, dass eine der Pralinen eigentlich ein Diamantring war, hatte meinen Vater schon seine Beschimpfungen bekommen und sich betrunken.

Den 1. Weihnachttag lud meine Großmutter ihre drei Kinder mit Familie zum Brunch ein. Das empfand ich schön, weil ich meine Großmutter liebte, gerne bei ihr war und dort auch meine Cousinen und Cousins zum spielen hatte. Meine Mutter und mein Vater stritten sich schon auf der Fahrt dahin, denn meine Mutter fühlte sich scheinbar gar nicht wohl in seiner Familie.

Wenn alle betrunken und meine Großeltern müde waren fuhren wir wieder nach Hause.

Zuhause wartete enorme Arbeit, denn die restlich Weihnachtdekoration musste aus dem Laden geräumt und gut im Keller für das kommende Jahr eingelagert werden. Außerdem gab es vier Schaufenster, die auf Silvester umgestaltet werden mussten. Mein Vater hatte die Lizenz in der Gegend zum Verkauf von Feuerwerk.

Halleluja!

Die Polarität – alles hat zwei Seiten

es ist notwendig beide zu betrachten und zuzulassen, denn es ist notwendig für ein Gleichgewicht. Man muss lernen, die Gegensätze zu akzeptieren

Es war zwar schön Geschenke zu bekommen, aber die damit verbundene Arbeit stand für mich nie in einem Verhältnis zueinander. Die wunderbare Dekoration stand auch nicht im Verhältnis zur Stimmung.

Am 2 Weihnachtstag gab es die Ganz, denn meine Oma, Mamas Mutter, hatte Geburtstag. Sie wohnte in einem klitzekleinen Haus mit einem Ofen in der Stube, den sie immer so doll beheizte, damit wir nicht frieren, das wir schon nach kürzester Zeit alle rote Köpfe hatten. Spielen konnten wir nicht in dem vollgestopften kleinen Wohnzimmer mit dem 6 Personen am Tisch. Es war noch nicht einmal möglich, um den Tisch herum zu laufen.

Mein Bruder und ich waren immer froh, wenn es wieder nach Hause ging und wir endlich dort mit unseren neuen Sachen spielen durften.

Als wir älter waren, haben wir natürlich im Geschäft geholfen. Ich war schon früh geschickt und kreativ. So konnte ich gut im Hinterzimmer Geschenke einpacken, später habe ich die Schaufenster dekoriert und ab 14 mit verkauft. Mit 16 Jahren ging ich nach der Bescherung und meine erschöpften Eltern auf dem Soja saßen lieber in die Disko und tanzte mir den Frust ab.

Am 27. Dezember ging es wieder los. Die Knaller wurde verkauft. Die Schlangen draußen vor dem Laden war lang und wir standen mit 5 Leuten hinter dem Tresen.

Am 30. Dezember habe ich Geburtstag. Meine Mutter hat sich immer bemüht mir einen schönen Tag zu bereiten, aber Zeit hatte sie nie Wirklich. Sie war gestresst. Im Nachhinein bewundere ich sie für ihre Kraft und Durchhaltevermögen.

Silvester habe ich schon als Kind gehasst. Es stank wie in der Hölle und die Menschen spielten verrückt und waren betrunken. Auf diese Fest konnte ich ebenfalls verzichten.

Die Unendlichkeit

Resonanz mit dem Glauben

Indem ich älter wurde und ab meinem 6. Lebensjahr auch Biblische Geschichte in der Schule hatte, wusste ich auch irgendwann, wer Jesus war und dass an Weihnachten sein Geburtstag gefeiert wird.

Da ich wie gesagt sehr neugierig war – denn ich war ja ein Mädchen und die sind eben neugierig nur Jungs sind wissbegierig – wollte ich eigentlich mehr über dieses Ereignis, also über Jesus und alles was damit zusammenhängt, wissen. Es stellte sich heraus, das niemand wirklich wusste, wann Jesus geboren war. Denn seine Geschichte ist erst viele hundert Jahre nach seinem Tode aufgeschrieben worden. Und wir kannten ja alle das Spiel „Stille Post“. Auch fragte ich mich was der Tannenbaum mit Jesus zu tun hatte. Wäre nicht eher eine Palme das Symbol, denn Jesus ist ja in Bethlehem geboren. Auch die Fragen zu den Osterbräuchen konnte mir niemand beantworten.

Als ich dann zum Konfirmationsunterricht kam und weiter Fragen stellte, wie:
Es heißt du sollst keinen Gott neben mir haben und warum beten dann die Protestanten zu Jesus und in Italien, wo ich meine Sommer verbrachte, die Frauen zu Maria? Haben die Christen drei Götter, zwar weniger als die alten Römer und Germanen, aber immerhin noch drei!

Warum haben Frauen keine oder weniger Rechte? Warum sind wir die Töchter von oder die Ehefrauen von…. ? Warum ist eine geschiedene oder unverheiratete Frau nicht wert. Obwohl sie ihr eigenes Geld verdient? Warum dürfen Männer Spaß am Sex haben, Frauen aber nicht? Wieso sollen sie die Liebe als Pflicht empfinden? Ich wollte niemals heiraten, was die Frauen in meiner Familie über die Ehe erzählten, fand ich grausig. Das ginge aber nich sagte meine Großmutter.

Warum segnete die Kirche die Kampf-Flugzeuge im Krieg, obwohl diese den Tod für tausende Menschen brachten? Was ist mit der Hexenverbrennung? Dem Ausrotten der Indianer? Der Verschleppung und Versklavung von den Schwarzen? Der Unterwerfung und Ausbeutung der viler Menschen in der dritten Welt? Und warum meinen die Christen alles besser zu wissen und andere zu missionieren?
Mein Pastor war mit mir überfordert und völlig genervt. Er konnte mir keine Antworten geben und mich nicht vom Christentum überzeugen. Er hat mich gegen seine und meine Überzeugung konfirmiert. Ich glaube meine Mutter hat ihn geschmiert. Er wollte es nicht tun und ich wollte es auch nicht. Aber es gehörte sich so!

Später mit den Kindern haben wir dann doch Weihnachten nicht ausfallen lassen, aber es gab nie Stress! Wir haben zusammen gegessen, oft in der Großfamilie, jeder hat etwas dazu beigetragen. Es gab keine Bescherung, dafür haben wir gewichtelt und somit einen harmonischen, gemütlichen Familieabend verbracht. Jetzt haben alle Kinder eigene Familien, wohnen zum Teil weit von einander entfernt und jeder macht es so, wie sie oder er es will. Die einen feiern, die anderen nicht!  

Der goldene Tempel von Amritsar

Selbst gefundene Lösungen

eute weiß ich natürlich, dass die Christen, die gerne die Germanen und weitere Völker im Norden missionieren wollten, konnten ihnen ihre Feste nicht austreiben. So wurde einfach Jesus Geburt und seine Kreuzigung und Auferstehung auf die bestehenden Feste gelegt hat. So konnten die Menschen weiterhin das Lichterfest in den dunkelsten Tagen des Jahres feiern indem sie einen Tannenbaum mit Kerzen schmückten, um das Licht und die Freude in die Stube zu bringen. Das Osterfeuer und die Ostereier, die Symbole des Frühlingsfestes blieben auch bestehen. Außerdem gab es immerhin noch drei Götter, wenn man Maria und Jesus einfach neben Gott setzt.

Meine Mutter schimpfte noch Jahre später, dass ich eine Heidin wäre, weil ich keinen Weihnachtsbaum hätte. Sie hat es nie verstanden.

Ich auch nicht!

Ich glaube an Gott.
Für mich gibt es nur einen, egal wie die Menschen ihn nennen. Wir haben alle den selben Gott! Ich bete täglich und ich fühle mich gut aufgehoben im Sikhismus.
Hier gibt es keine Priesterklasse, dafür gibt es eine Welt-Schwestern -oder Bruderschaft. Keiner ist besser oder schlechter als der andere. Die Sonne scheint auch auf alle, egal wie nett sie/er ist.
Männer und Frauen sind gleichberechtigt und beide gleich wertvoll. Wir schätzen uns alle gegenseitig und unterstützen uns. Seva ist eine Selbstverständlichkeit, die ich sehr gerne erbringe und Geld verdienen, ist auch keine Sünde.

Sat Nam Wahe Guru

Wechseljahre

Jede Frau bekommt sie, trotzdem ist es ein Thema, über das niemand spricht.

Während meiner Retreats und in meinen Yogastunden kommt das Klimakterium immer mal wieder zur Sprache. Die Frauen, die mitten drin stecken, erzählen, dass sie sich oft so energielos und erschöpft fühlen und meinen sie seien krank.
Aber das sind sie nicht! Es sind die Wechseljahre, eine besondere Phase in ihrem Leben. Eine Phase, die Beachtung verdient. Die Natur meint die Frau braucht nicht mehr so viel Kraft, wenn sie keine Kinder mehr bekommt. Sie kann sich zurücklehnen und sich verwöhnen lassen.

Doch unser immer noch patriarchische Gesellschaft denkt da anders.

Noch während meiner Zeit als Landesgeschäftsführerin eines Sportfachverbandes hatte der Deutsche Turnerbund eine Studie in Auftrag gegeben. Es sollte der Fitnessgrad der Menschen in verschiedenen Altersgruppen, getrennt nach Geschlechtern erforscht werden. Mich hat es gar nicht verwundert als die Studie vorlag und ich anhand eines Diagramms sah, wie die Schwankungen und langfristige Veränderungen sich darstellten. Bei den Frauen gab es einen extrem stark nach unten verlaufenden Einbruch zwischen 50 und 60 Jahren, während die Linie der Männer konstant bergab ging. Am Ende waren die Frauen wieder stärker.

Damals war ich selber so Mitte 50 und fühlte die Erschöpfung täglich. Die anspruchsvolle Führungsposition, meine Familie, der Haushalt, der Garten, einen kranken Mann an meiner Seite, eine alte Mutter, die zum Glück nicht pflegebedürftig war aber doch Aufmerksamkeit benötigte, genau wie die Schwiegermutter, nebenbei meine Übungsleitertätigkeit im Verein und diverse Ehrenämter, weil ich immer für etwas brannte und mich dann engagierte.

Was ich damals geleitet habe, ist unglaublich aus meiner heutigen Sicht.
Die Wechseljahre warfen mich total aus der Bahn. Ich funktionierte zwar noch aber ich fühlte mich immer schwacher. Ich wusste nicht mehr, wie ich meinen Alltag bewältigen sollte. Für Freizeitaktivitäten mit Partner Familie oder Freundinnen hatte ich gar keine Kraft mehr. Ich schaffte mit Müh und Not meine Verpflichtungen. War ich zu Hause, legte ich mich nach getaner Arbeit sofort hin.

VITAMINE

Um mich aufzupeppen begann ich im Büro nur noch Vitamintabletten, Magnesium Calcium, Eisen … zu trinken.

Eines Morgens kam ein Besucher zum Gespräch. Meine Mitarbeiterin fragte ihn ob er etwas trinken wolle. „Das gleich wie Frau Henkel, bitte“ antwortete er und erntete einen verwunderten Blick von ihr: „Eine Vitamintablette?“
Ja, mein Getränk sah ein bisschen aus wie Bitter Lemon.

Nun Vitamintabletten tun uns allen gut und halfen mir auch etwas. Aber das war nicht alles!

LOSLASSEN

Was mir wirklich geholfen hat, war weniger zu tun und mehr auf mich zu achten. Einiges habe ich verändert, anderes losgelassen, mich von vielem getrennt:

Entspanntere Tage im Büro.
Begonnen hat das Loslassen mit einer Mitarbeiterin, die uns verließ. Ich hatte sie menschlich sehr geschätzt, konnte aber nicht gut mit ihr zusammen arbeiten. Sie hatte mich viel Energie gekostet.
Mehr Freizeit
Dann gab ich zwei Gymnastikgruppen ab. In denen waren Frauen, die mir sehr am Herzen lagen, aber sie kosteten mich zu viel Zeit. Ich fuhr dort abends nach Feierabend noch hin und kam dementsprechend noch später nach Hause. Es war total kräftezehrend.

Auch gab ich das Amt als Abteilungsleiterin in meinem Sportverein ab und legte das Amt als Vorsitzende des Schulverein nieder.

So verschaffte ich mir noch mehr Zeit und baute Stress ab. Ja es gibt auch positiven Stress. Jedoch was zu viel ist, bleibt zu viel.

Trennung von Tisch und Bett
Als letztes habe ich mich von meinem Lebensgefährten, zu mindestens räumlich getrennt. Nun konnte ich mich ausruhen, wenn mir danach war. Er stellte keine Erwartungen mehr an mich und kochte nach 23 Jahren auch mal für mich. Unsere Beziehung wurde inniger und freundschaftlicher.

AUSZEITEN

Ich konzentrierte mich mehr auf mich und meine Bedürfnisse. Schließlich war ich alt genug, leistete immer noch viel, benötigte aber mehr Zeit für Erholung.

So beschloss ich mir vier Mal im Jahr eine Auszeit für mich alleine zu genehmigen. Im Winter fuhr ich ja sowieso schon traditionell mit meinem Sohn, den Töchtern oder Enkeln Ski. Jetzt fuhr ich auch mal alleine und gönnte mir ein Hotel, um mich verwöhnen zu lassen.
Im Sommer fuhr ich zum Yogafestival nach Frankreich. Auf dem Weg dorthin besuchte ich Paris oder Blois. Genoss die Zeit mit der Yogafamilie und tankte Energie für das kommende Jahr.
Gern verbrachte ich danach noch ein paar Tage am Atlantik bei meiner Freundin aus Jugendtagen. Im Herbst und in Frühling machte ich unterschiedliche Reisen, an die Ostsee zum Wellness oder in die Berge zum Wandern.
Es tat mir einfach gut!

WECHSELJAHRE IST KEINE KRANKHEIT

Meine damalige und auch erste Yogalehrerin überhaupt war Anand. Sie beschäftigte sich derzeit schon länger mit den Wechseljahren und veröffentlichte im Jahre 2015 ein Buch dazu. Heute noch gibt sie in ganz Deutschland Kurse zum Thema Wechseljahre. Wunderbar, denn es betrifft die Hälfte der Bevölkerung und sollte nicht als Krankheit gesehen und mit Medikamenten bekämpft werden. Die Pubertät ist ja auch keine Krankheit, sondern eine Phase, nach der sich das Leben verändert.

YOGA – SADHANA

In dieser Zeit begann ich wieder konsequent morgens vor dem Aufstehen Yoga zu praktizieren. Mindestens eine halbe Stunde nahm ich mir Zeit nur für mich. Heutzutage schenke ich mir wesentlich mehr!

Das Wort Sadhana bedeutet deine morgendliche Praxis, dein morgendliches Ritual. Tägliche Rituale geben uns Halt und erinnern uns daran, was wirklich wichtig ist und gut für unser Wohlbefinden.
Regelmäßiges Kundalini Yoga ist intensiv, aktiv und transformierend. Es kombiniert dynamische Bewegungen, Atemtechniken (Pranayama), Mantras und Meditation. Die Übungen zielen darauf ab, Energieblockaden zu lösen und das Nervensystem zu stärken.

Die Surya-Kriya für mehr Sonnenenergie praktizierte ich damals länger als 40 Tage. Diese Kriya stärkt die positiven Energien, das Selbstbewusstsein und die Selbstheilungskräfte. Löst Blockaden in den unteren Chakren und stärkt das Nabelchkra. Dadurch wird der Energiefluss aktiviert und die Lebensfreude intensiviert.

Diese Yoga-Kriya (Übungsreihe) beinhaltet nur sechs Übungen. Je nach Zeit übte ich die jeweiligen Übungen drei, zwei oder nur eine Minute, damit noch Zeit für eine 11-minutige Mediation blieb.

So ging ich gestärkt in meinen Alltag und erledigte meine Aufgaben mit erheblich mehr Gelassenheit.

Wir können die Kriya gerne einmal zusammen machen, wenn du Lust hast, sprich mich einfach an.

Bis heute praktiziere ich meine Sadhana täglich bei Sonnenaufgang.

Yoga in der Natur

Nur Donnerstags und Sonntags mache ich eine Ausnahme für dich und biete dir eine gemeinsame Sadhana.

Donnerstags Yoga vom Bett ins Bad von 07.00 – 07.30 h
Sonntags Frühstücksyoga für Langschläfer von 10.00 – 11.00 h 

WARUM ETWAS 40 TAGE PRAKTIZIEREN?
40 Tage um eine Gewohnheit zu verändern

WARUM MINDESTENS 11 MINUTEN MEDITIEREN?
Nach 11 Minuten verändert sich das Nerven und Drüsensystem

Das war mein November

  • HALLOWEEN IN POLOP
  • RELAXTE TAGE MIT SOHN UND FREUNDIN
  • EIN VOLLMONDFEST
  • DIE YOGAVERWÖHNWOCHE
  • TANZ – FITNESS – YOGA – WANDERN UND MEHR

HALLOWEEN IN POLOP

Wirklich alle Feste aus den USA schwappen zu uns rüber. Früher feierten die Spanier „Allerseelen“; ein Fest, an dem man zu Friedhof geht, die Gräber schmückt und an alle Verstorbenen denkt.
Heute verkleiden sich die Kinder in Zombies und klingeln an den Haustüren, um nach Süßigkeiten zu fragen. Ich war total überrascht und habe die Chips von meinem Sohn verschenkt.
Die Kommune gestaltete ein kleines Fest und im Dorf gibt es gruselige Dekoration. Mein Sohn und seine Freundin, waren gerade zu Besuch und wir haben es uns genauer angeschaut. Überrascht hat es uns nicht, dass die Eltern mit von der Partie waren und alle einen neuen Grund für ein Party hatten. Bei mehreren Drinks saßen wir bis spät nachts auf dem Marktplatz und schauten uns das bunte Treiben der gruseligen Figuren auf der Straße an. Eltern und Kinder genossen es gleichermaßen. Auch wir haben uns gut amüsiert, obwohl wir nicht verkleidet waren.

Unterwegs

RELAXTE TAGE

Ich war so glücklich meinen Sohn bei mir zu haben. Hausbesuch bedingt zwar immer Arbeit, trotzdem kann ich nur von relaxten Tagen berichten. Denn Leonard und seine Freundin leben mit mir richtig zusammen und fühlen sich für den Haushalt gleichermaßen verantwortlich. So ruht nicht alles auf meinen Schultern und ich wurde bekocht und chauffiert.

Wir haben eine wunderbare Höhenwanderung im strahlenden Sonnenschein zusammen gemacht und waren noch bis Mitte November im Meer schwimmen. Es war herrlich und hatte mit 19° gerade die richtige Temperatur für eine Schwimmerin wie mich! Am Ende verlebten wir noch einen fantastischen Tag in Valencia. Unsere Landeshauptstadt ist immer eine Reise wert.

Am selben Tag an dem die beiden abreisten, kam meine Freundin Sonja an. Auch wir beide haben die Zeit miteinander genossen und hatten dabei viele verschiedene Erlebnisse.

EIN HARMONISCHES KLEINES VOLLMONDFEST

Meine beiden Freundinnen feiern jeden Vollmond ein kleines Fest auf dem Gelände der romantisch im Tal gelegenen Finka Oasis. Andrea, die Tänzerin tanz mit uns in der Abendstimmung bis der Mond auf geht. Dann hören wir von Inger etwas über die Qualität des jeweiligen Mondes und danach wird zusammen in gemütlicher Runde gespeist. Es ist ein Zirkel, zu dem nur Frauen zugelassen sind und auch die Gespräche handeln meist über Frauenthemen.
Mein Freund hat nie verstanden, warum es für uns Frauen so wichtig ist, manchmal unter Frauen zu sein.

In Nordeuropa sind Frauenzirkel auch gar nicht so stark bekannt. Es gab zwar in Bremen die sogenannten „Kaffeekränzchen“, aber richtige Frauenzirkel – Nein, das kannte ich nicht. Die Frauen trafen sich früher zum Kaffeekränzchen, wohl eher aus der Not geboren, denn ihnen fiel zu Hause einfach die Decke auf den Kopf. Für eine Dame schickte es sich nicht irgendetwas zu tun. Also trafen sie sich aus purer Langeweile und konnten dann über Gott und die Welt herziehen und lästern oder einfach beisammen sein.

Ganz anders im Süden, wo es schon immer Frauen-Zirkle gab. Es ist Teil einer alten Tradition seit Tausenden von Jahren. „Rote Zelte“oder Mondhütten sind heilige Kreise und Gemeinschaftsräume, die sich mit Frauen und Frauenthemen befassen. Sie sind eine generationenübergreifende Lebensschule der Weiblichkeit in Harmonie mit der zyklischen Natur und ein Tempel des Göttlich-Weiblichen.
Die Frauen-Zirkel sind ein Gedenken, um die Heiligkeit unserer Körper und die Weisheit der Frauen zu ehren sowie die Verbindung zur Schwesternschaft zu pflegen. Es ist ein Raum der körperlichen, geistigen und spirituellen Heilung. Sie dienten dazu sich gegenseitig zu stützen, sich über Frauenthemen auszutauschen, sei es der Körper, Sex oder Eheprobleme sowie Kummer, Sorgen und auch Freude zu teilen. Der Kreis ist ein geschützter Raum, in dem alles bleibt und nicht nach außen getragen wird.

Sonnenaufgang am Meer

DIE YOGAVERWÖHNWOCHEi

Auch mein Yoga-Retreat findet traditionell im November statt. Vier wunderbare Frauen, die unterschiedlicher nicht sein konnten, sich nicht kannten, aus sehr anderen Lebenswelten kamen und von Norddeutschland bis zum Bodensee anreisten. Alle waren gleichermaßen überwältigt von der Unterkunft mit der fantastischen Aussicht und der spanischen Gemütlichkeit.

Wir praktizierten Yoga, erdeten uns, ließen unsere Kreativität fließen, erweckten die Feuer in uns, öffneten unser Herz und verbrachten einen Tag in stiller Meditation. Wir wurden mit unserer wunderbar, fürsorglichen Gastgeberin eine kleine harmonische Gemeinschaft, in der jeder seine eigenen Themen bearbeitete.

Abends bekochte ich uns mit sehr leckeren, den Elementen zugeordneten Gerichten. Ja Kochen ist meine Leidenschaft.
Außerdem hatten wir so viel Glück mit dem Wetter. Die sonnigen Tage nutzen wir für wunderbare Tage am Meer und in den Bergen. Wanderungen zum Leuchtturm, an die Wasserfälle des Algar, auf die Burg von Guadalest und ein Altstadtbummel am Abend durch Altea, das kleine weiße Küstenstädtchen, ließen die Reise zu einem unvergesslichen Erlebnis werden.
Wie immer möchten alle wieder kommen. Die Reisen im Frühling und Herbst
 kannst du dir schon hier auf der Website anschauen.

Yoga und Meditation in der Jurte

TANZ – FITNESS – YOGA – WANDERN UND ANDERE AKTIVITÄTEN

Die letzte November Woche bin ich nun wieder im meinem Bergdorf angekommen. Zum Glück habe ich eine sehr liebe Nachbarin, die sich obwohl noch voll berufstätig immer um Miel, meinen Kater und die Pflanzen, nicht wenige bei zwei Terrassen, kümmert. Zum Glück ist es nicht mehr so heiß wie im Sommer, die Pflanzen benötigen nicht so viel Wasser und der Pool ist im Winterschlaf.

Nachdem ich angekommen, ausgepackt und mein Haus entstaubt hatte, habe ich mich gleich an meine vernachlässigten Tätigkeiten gemacht: Die neuen Ausschreibungen veröffentlicht, mich auf meinen Telegram-Kanal „Positive Gedanken“ zurückgemeldet, meine Spanisch-Lernprogramm wieder aufgenommen und mich ins Dorfleben gestürzt.

Bei uns im Dorf wird einiges geboten. Zweimal die Woche gehe ich eine Stunde vormittags zum Fitness bei Vincent. Es ist lustig! Im Saal stehen über 40 Personen, überwiegend Frauen und wir machen immer die gleichen Übungen. Mobilisierung, Kraft – und Konditionstraining. Alles was ich lange nicht mehr gemacht habe. Jedoch hinterher gehe ich mit ein paar Frauen Kaffee trinken und das stärkt das soziale Miteinander! Vincent bietet auch Freitags Wanderungen in die Umgebung an, die ich manchmal mitmache. Hierbei lerne ich nicht nur die Umgebung des Dorfes kennen, sondern habe auch die Möglichkeit spanisch zu plaudern.
Meine eigenen Wanderungen, die ich gern mit Freunden oder Familie unternehme, steigen ja meistens sehr weit hoch ins Gebirge, da ich eine gute Aussicht schätze. Das ist nicht vergleichbar.

Einmal wöchentlich biete ich hier im Dorf Yoga an. Ich bin meiner Freundin Bea sehr dankbar für den wunderschönen Yoga-Raum, den sie mir dafür zur Verfügung stellt.
Doch mein allerneustes ist spanischer Tanz mit Kastagnetten. Es macht mir total viel Spaß, obwohl ich Anfängerin bin, scheine ich mich nicht schlecht anzustellen. Die Trainerin ist zufrieden für den Anfang. Nach dem ersten Mal war ich so erschöpft, dass ich 8 Stunden durchgeschlafen habe. Das hatte ich schon lange nicht mehr!

 

DER MANN IM HAUS ERSETZT DEN HANDWERKER IST PASSÈ

Heute habe ich das erste Mal in meinem Leben mit der Bohrmaschine 3 Löcher gebohrt, um Bilder aufzuhängen. Ich bin stolz auf mich!

Und wie war dein November?

Kundaliniyoga ist ein Veränderungsprozess

Wo hat sich das Göttliche versteckt ?


Alle Menschen sind ständig auf der Suche.
Die meisten wissen nicht einmal
was sie suchen
Aber sie suchen.
Nach Liebe, nach Glück, Erfüllung oder einfach nur nach Zufriedenheit!


Hier kommt die Lösung: Dein Glück hat Gott in dir versteckt.
Mit anderen Worten: Alle suchen etwas im Außen,
obwohl sie es die ganze Zeit bereits in sich haben.

Auf diese Schlussfolgerung kommen wir auch, wenn man den spirituellen Lehren zuhört.

Doch wie soll das gehen? Wo soll ich in mir suchen? Ja, wenn ich alleine bin, kann ich in mich hineinspüren. Mir meines Atems bewusst sein, meinen Herzschlag fühlen ….. aber nicht meiner Seele begegnen. Wie soll das gehen, wenn mein Geist ständig plaudert? Und die spirituellen Lehrer sagen, mein Geist ist nicht meine Seele!

Ja, wie soll ich meinen Geist abschalten, er hat keinen Knopf?

Das ist die große und wichtigste Frage!

Manche, wie hier in Spanien suchen die Spiritualität im Spiritus, im Alkohol. Dann ist der Geist verwirrt und manchmal auch ruhig. „Betrunkene sagen die Wahrheit“, sagte meine Mutter immer. Aber finden sie sich selber? Nein, eher nicht!

Ich bin Kundalini-Yogalehrerin und finde meine Ruhe und Gelassenheit in der Meditation, in der Stille und in der Natur – in mir!

Das Außen, das Materielle kann einen kurzfristig erfreuen, vielleicht ein Sicherheitsgefühl aufkommen lassen, aber wirklich glücklich machen kann es nicht.

versunken in der Meditation

Kundalini-Yoga ist ein Veränderungsprozess“

Im Kundalini-Yoga sprechen wir immer wieder von „Heilung“. Ja, und es gibt tatsächlich eine energetische Form des Heilens im Kundalini-Yoga. Denn Kundalini-Yoga ist ein Veränderungsprozess.

Tatsächlich wirkt es sogar unterstützend in der Krebstherapie und auch im Sucht-Entzug. Es ist also ein Veränderungsprozess in uns, der unser Leben verändern kann Jedoch so einfach wie in der Schulmedizin ist es nicht. Nach dem Motto: „Hier das Symptom – da die Pille“ würde auf Yoga übersetzt heißen: „hier das Problem – da die Meditation oder Kriya“! Nee leider nicht! Das wäre ja phänomenal!

Im Wesentlichen geht es in der Heilung,
auch vom Stress, Nervosität und Traurigkeit, um die „Ursachenforschung“ – also aus welchem unbewussten Gefühl heraus kommt das Symptom?
Hierzu
kann man viele gute und einfache Erklärungen in den Büchern von Rüdiger Dahlke finden. Er beschreibt kurz und knackig, wie Krankheiten aus energetischer Sicht entstehen.

Physiker und Chemiker wissen es und haben uns längst bewiesen, dass Materie nicht verschwindet, sondern sich nur in ihrer Erscheinungsform verändert.

Sogar wir wissen, dass durch Erhitzen eines Eisblocks die feste Materie in Flüssigkeit verwandelt wird. Erhitzten wir weiter, wird aus der Flüssigkeit gasförmiger Dampf.
Durch Abkühlung lässt sich dieser Prozess umkehren. Aus Gas wird Wasser und aus Wasser wieder Eis (Gesetz von der Erhaltung der Energie).
Die unterschiedlichen Erscheinungsformen von Wasser werden durch unterschiedliche Schwingungszustände der Moleküle verursacht. Im festen Zustand schwingen die Moleküle mit der niedrigsten Frequenz, im gasförmigen mit der höchsten.

Dieses Modell lässt sich auf den Menschen in seiner Ganzheit übertragen:
Körper = fest = Erde = niedrigste Schwingungsfrequenz
Seele = flüssig = Wasser = mittlere Schwingungsfrequenz
Geist = gasförmig = Luft = höchste Schwingungsfrequenz

Wenn Du dich also nicht mit deinen Gefühlen, sprich mit deiner Wut, Trauer, Angst etc. auseinandersetzen willst, sparst du einfach Energie „Bewusstseinsenergie“ ein und lässt das Thema von der geistigen Ebene zunächst in den seelischen Bereich absinken, in das Unterbewusstsein und von dort aus verfestigt es sich in deinem Körper. So entsteht Krankheit!

Auch ich habe meine Themen. Eines waren meine Gallensteine. Als spiritueller Mensch hatte ich immer meine Wut unterdrückt und so hat sie sich dann langsam in meiner Galle verfestigt. Was hilft? Fröhlich sein!

Die Ausheilung einer Krankheit muss dann logischerweise den umgekehrten Weg gehen!
Das Thema, das sich auf der untersten Schwingungsebene – dem Körper – befindet, muss auf die seelische und von da aus auf die geistige Ebene gehievt werden.

Kundalini Yoga ist das Yoga, das am meisten an der Energie arbeitet. Die körperlichen Übungsreihen und Meditationen tragen dazu bei, dir Bewusstseinsenergie zuzuführen.

Was bisher auf unterbewusster oder körperlicher Ebene in uns „geschlummert“ hat, wird emporgehoben auf die jeweils nächst höhere Ebene und über die seelische Ebene schließlich ins Bewusstsein gebracht.

Das bedeutet, dass wir in den Yogastunden energetische Heilungsprozesse in Gang setzen, was zur Auseinandersetzung mit den Themen auf geistiger Ebene führt. Wir führen also dem Thema wieder Energie zu, indem wir es in die Bewusstseinsebene zurückholen.
So kann mit Beginn der Yogapraxis gleichzeitig auch körperliches Unwohlsein aufkommen. Denn wenn ein Thema aus dem Unterbewusstsein emporsteigt, bevor wir Krankheitssymptome fühlen, kann es passieren, dass wir diese nun endlich wahrnehmen.

Es gab Menschen, die nur noch weinen mussten, als sie bei mir begannen Yoga zu praktizieren. Das war erst einmal nicht so schön, aber langfristig hat es zur Bewusstwerdung und zur Veränderung geführt.

Kundalini Yoga ist ein Veränderungsprozess – wer das nicht will, muss sich etwas anderes suchen.“

Yoga in der Natur

In meinen Retreats „Erwecke die Göttin in dir“ lernen wir in uns das Glück zu finden.

Aber auch in meinen Yogakursen kommen wir dem Glück auf die Spur.

Der nächste Online-Kurs FrühstücksYoga beginnt Sonntag, den 23.11.2025 von 10 bis 11 Uhr und beinhaltet 10 Yogastunden, die ich aufzeichne, falls du es zu einem späteren Zeitpunkt praktizieren möchtest.

Oder das GutenMorgenYoga, als guten Einstieg für Anfänger, findet ebenfalls online statt und zwar ab Donnerstag, den 20.11.2025 von 7.00 bis 7.30 Uhr.