Vergessen

Manchmal bin ich neben der Spur – Wer bin ich dann?

In meinem früheren Leben war ich ein Hippiemädchen, dass zusammen mit ihrem Mann, einem Musiker durch Europa reiste, zwei Kinder gebar und ihr Geld mit kellnern oder anderen Jobs in Hotels und Restaurants verdiente.

In meinem 2. Leben wurde ich zu einer Geschäftsfrau, die erst einen eigenen Laden hatte und dann die Geschäftsführung eines Verbandes mit 40.000 Mitgliedern übernahm. Nebenbei versuchte ich eine gute Ehefrau für einen Zahntechniker zu sein und eine gute Mutter für meine, inzwischen drei Kinder.

Dann lebte ich plötzlich als Yogalehrerin mit einem Aussteiger in Spanien zusammen. Er meinte, er wäre ein Einsteiger. Wir lebten mitten in Nirgendwo in einem einfachen selbstgebauten Holzhaus genossen das gemeinsame Leben, veranstalteten Yoga-Retreats, schafften Naturerlebnisse und schöne Events für unsere Gäste. Ich bekochte uns und verwöhnte unsere Besucher. Als er krank wurde pflegte ich ihn bis zu seinem Tod

Nun bin ich nichts mehr, bin vergessen worden?
Alle Männer sind gestorben, alle Kinder sind erwachsen. Alle Jobs sind gemacht und beendet.

Früher sagte ich immer „Urlaub bedeutet, nichts tun müssen und dafür den ganzen Tag Zeit haben“. Jetzt habe ich immer Zeit und nichts wirklich zu tun! Keiner will was von mir! Niemand interessiert sich für mich. Die Tage sind lang!

Das muss ich erst einmal lernen auszuhalten!

Noch praktiziere ich Yoga und schreibe gerne rauf, was mich bewegt. So ist mein Buch entstanden „es war einmal ein Paradies“ die Geschichte meines 3. Lebens.  So sind auch meine Meditationen entstanden die ich auf Insightimer für dich hochgeladen habe. Aber vor allem dieser Blog.

So habe ich mir immer mein Alter vorgestellt. Ich lebe meinen Traum!

 Ich lebe in meinem süßen kleinem spanischen Dorfhaus. Das Dorf liegt nicht weit entfernt vom Meer in einer wunderbaren Bergkulisse. Es ist ein richtig hübsches, altes, authentisches Dorf an einem Berghang gelegen mit einer eigenen Burgruine. Es verfügt über eine sehr gute Infrastruktur und ich habe nette Nachbarn.

Nur womit fülle ich meine Tage, für was außer Yoga unterrichten schlägt mein Herz. Und woher sollen die Yogaschüler kommen, die ich so gerne unterrichten und mit denen ich meine Erkenntnisse teilen möchte. 

Ich habe einen Kurs, der gut angenommen. Dafür bin ich so dankbar. Zeigt es mir doch, dass sich Menschen für mein Yoga begeistern. Das Frühstücksyoga am Sonntagmorgen von 10 – 11 h ist eine abwechslungsreiche Stunde und macht uns allen, mir und meinen Teilnehmern so viel Freude!

Doch eine Stunde in der Woche ist mir zu wenig!

Seit Jahren versuche ich auf Facebook und Instagram Menschen zu gewinnen, die morgens um 7 h mit mir einen 30 Minutigen Yoga-Quickie online machen. Damit sie entspannt, flexibel und energievoll in ihren Tag starten können. So wie ich in meinem 2 Leben.

Doch es klappt nicht! Ich bin total unzufrieden und oft verzweifelt, weil ich nicht weiß, wie ich es schaffen soll.

Multimedia, also Facebook und Instagram ist ja recht unterhaltsam aber auf Dauer vielleicht doch nicht mein Medium. Ich möchte mich nicht immer wieder anbieten – mich verkaufen! Das ist schon fast Prostitution! Nee das gefällt mir nicht!

Ablenkung

Sich abzulenken von dem was nicht klappt ist erst einmal immer die beste Idee. Also meditiere ich, laufe mit dem Hund, frühstücke, putze, springe in den Pool, lerne spanisch stricke, häkle oder schreibe meine Gedanken auf. Koche, döse in der Sonne und lasse Langeweile zu, gehe wieder mit dem Hund, machen den Tieren Futter, trommle, tanze und singe, um die öden Gedanken zu vertreiben. Dann spiele ich auf meinem Telefon herum, trinke Rotwein, schaue Komödien im TV und gehe wieder mit dem Hund.

So habe ich meinen Tag ausgefüllt, aber morgens um 7 ist wieder keiner da, der mit mir yogiert!  

GutenMorgenYoga – eine sehr gute Entscheidung!

Ich lade euch ein zum 30-minütigen
Yoga-Quicky – für mehr Flexibalität, Gelassenheit und Energie in Deinem Alltag!
Immer Donnerstags morgens um 7 h

monatlich 40 € dafür hast du jeden Morgen zu andern Zeit mit anderen Lehrern, eine Yogaeinheit! Alles über mich buchbar! 

Der YogaQuicky am Morgen ist ein Zoom-Meeting.

 

Angekommen

Nach meinem kleinen Reisebericht über meine Indienreise wurde ich gefragt, wie denn die Rückreise war und wie ich angekommen bin. Was blieb zurück?

Das möchte ich nun heute beantworten.

 Das kaputte Telefon

Ach ja, ich hatte noch gar nicht erwähnt, dass mein Telefon schon bei Ama in Amritapuri seinen Geist aufgegeben hatte. Ich konnte also niemanden benachrichtigen, dass ich zurückkomme. Ich war abgeschnitten von der Welt und fühlte mich ein wenig wie in meiner Jugend. 

Mein Flug ging nach Madrid. Zum Zeitpunkt der Buchung wusste ich noch nicht, ob ich noch in Madrid bleibe oder mit dem Zug weiter nach Alicante fahren wollte.

Noch im Aum Pranava Ashram wurde mir klar, dass ich mich von der Reise und den vielen Eindrücken sowie dem kontinuierlichen Schlafmangel 8aus verschiedenen Gründen) sehr erschöpft fühlte und gern nach Hause wollte. Ich sehnte mich nach Ruhe und meinem eigenen Bett. Für eine weiter Besichtigung in Madrid war ich nicht mehr bereit.

Nun wünschte ich mir eine Abholung in Alicante vom Bahnhof und auch, dass das Pärchen, dass mein Haus hütete an jenem Abend zu Hause wäre, und nicht gerade essen geht, wenn ich ankomme. Ich hatte keinen Schlüssel mitgenommen. Doch wie benachrichtige ich sie? Zum Glück viel mir der Name der Webseite einer Freundin ein, die ich dann auf dem PC des Ashrams googelte und ihr eine Nachricht schicken konnte, in der ich sie bat, eine weitere Freundin zu bitten mich vom Bahnhof abzuholen und über eine andere gemeinsame Freundin meine Housesitter zu benachrichtigen. Ein wenig kompliziert, aber alles hat wunderbar geklappt.

Meine Rückreise
Die Reise von Tenkasi in Südindien nach Hause in meine Wahlheimat, ein kleines spanisches Bergdorf an der Costa Blanca, war sehr anstrengend, insgesamt 28 Stunden und die Ankunft nicht ganz so sanft, wie gehofft.

Wie ich schon im Letzten Artikel erzählte, fuhr ich mit dem Taxi vom Ashram abends spät über enge Bergstraßen mit viel Verkehr zum internationalen Flughafen von Trivandrum. Die Fahrt teilte ich mir mit einer Inderin. Sie dauerte dreieinhalb Stunden, weil auch nachts auf Indiens Straßen viel Verkehr herrschte.  Autos, Busse, Motorräder, schwerbeladene LKWs und Tuk-tuks waren nachts genauso, wie am Tage unterwegs.

Als ich um 0.30 h im Flughafen eintraf, war er fast menschenleer. Noch knapp drei Stunden waren es noch bis zum Boarding und ich war sehr müde und erschöpft. Es gab nichts zu gucken, keine Ablenkung und ich wollte es mir nicht bequem machen, damit ich nicht einschlief. Zum Glück wurde es nach einer Stunde lebendiger. Immer mehr Menschen kamen in den Wartebereich, eine riesige helle Halle. Sofort fielen mir die schlecht gekleideten und lärmenden Engländerinnen auf. Sie trugen enge Shorts und T-Shirts, die jede Speckfalte erkennen ließen. Wie schade, dass wir Europäer vergessen haben uns gut zu kleiden. Wie schön sind dagegen die Inderin. Unabhängig vom Alter, Figur oder Herkunft tragen sie schöne Kleider oder hüllen sich in glänzende Saris, die die Figur umspielen oder nur ein klein bisschen Haut im Bereich der Taille zeigen.  Warum will die westliche Frau, sich wie die Männer kleiden? Glaubt sie sich zu emanzipieren indem sie männlich wirkt? Oder möchte sie einfach nur unattraktiv sein, weil sie Anerkennung für ihr Können und nicht für ihr Aussehen sucht. Aber warum läuft dann die gesamte Werbung über Sex? Anny way!

Der Flug
Wir hatten pünktlich Boarding und der Flug nach Doha mit Qatar Air war sehr kurzweilig. Warum wir allerdings nachts um kurz nach 4 h ein warmes Essen serviert bekamen und man uns nicht schlafen ließ, verstand ich nicht.
Leider hatte ich in Doha nur einen sehr kurzen Aufenthalt und musste in diesem kleinen Zeitfenster noch die enorme Strecke durch den gesamten Flughafen zurückzulegen, um meinen Anschluss-Flug nach Madrid zu bekommen. Gerne hätte ich hier einen längeren Aufenthalt gehabt. Es ist ein beindruckender Flughafen mit großen Hallen, toll dekoriert und interessanten Geschäften. Der Reichtum ist hier überall zu spüren.

Der nächste Flug, auch mit Qatar Air, war nicht so angenehm, da ein überdimensionales Pärchen neben mir saß. Der Bügel zwischen uns war hochgeklappt und der junge Mann hatte solche Ausmaße, dass er einen Teil meines Sitzes mit beanspruchte. Es war eine sehr unbequeme Reise. Am Ende fühlte ich mich total schief. Der Service an Bord war wieder ausgezeichnet, doch das Essen identisch mit dem Nachtmahl. Was hätte ich mich nun, , über einen Kaffee und ein Croissant am Vormittag gefreut.   

Landung

Vom Flughafen in Madrid nahm ich mir ein Taxi zum Bahnhof, kaufte mir eine Fahrkarte nach Alicante und kam mit einer halbe Stunde Verspätung dort an. Marlene wartet schon auf mich und ich wurde auch zu Hause liebevoll empfangen. Ach, war ich glücklich wieder in meinem Bett zu schlafen.

Ankunft
Ich hätte mir Zeit gewünscht. Zeit mit mir alleine, um mich zu regenerieren, um zu reflektieren und langsam wieder im Alltag anzukommen. Doch ich hatte ja noch Besuch, sehr lieben Besuch, aber ich war eben nicht alleine. Das Problem mit dem Telefon musste gelöst werden, Einladungen für den Yogaretreat und der Link für das Online-Yoga versandt, Termine mit Handwerkern, die ich schon vor der Indienreise beauftragt hatte, abgesprochen und die Betreuung der Tiere und der Blumen während des Retreats, der 10 Tage später stattfinden sollte, ebenfalls organisiert werden. Der Alltag nahm mich sofort wieder in seine en Bann!

Ich hätte mehr Zeit gebraucht. Indien hängt mir auch noch jetzt, 2 Monate später, nach.

Der Yoga-Retreat
Zwei Wochen nach meiner Ankunft fand mein Yoga-Frühlings-Retreat statt. Wie immer im
Ca Teotihuancan, dem Sitz der Göttinnen statt. Dort ziehe ich während der Veranstaltungszeit auch ein. So bedeutete es für mich, kaum zu Hause angekommen, schon wieder unterwegs zu sein und im fremden Bett zu schlafen. Die gleiche Unruhe galt auch für meine treue Hündin, die in diesen Fällen bei meiner Freundin bleibt. 
Der Yoga-Retreat war wunderschön. Es war ein verlängertes Wochenende in der stillen Kraft der Berge, mit der fantastischen Aussicht auf das Meer. Es gab wieder viel Zeit, um sich mit dem Herzen zu verbinden und das Glück in sich selbst zu spüren und sich für die Fülle des Lebens zu öffnen. Kundalini Yoga, bewusste Begegnung, Meditation, Pranayama und Tanz unterstützen dabei das Herz zu weiten, die Lebensenergie zu aktivieren und sich mit der inneren Freude zu verbinden.

Wir zelebrierten mit dem super nette Frauen eine wirklich wundervolle und glückliche gemeinsame Zeit. Wir praktizierten morgens Yoga, erlebten am Tage kleine Wanderungen oder Besichtigungen, aßen lecker und tanzten, sangen und meditierten abends zusammen.

Es hat mit sehr viel Freude bereitet und ich freue mich schon auf die Yoga-Verwöhn-Woche im November.
Wir laden Dich ein mit deiner Seele in Kontakt zu treten – inmitten der kraftvollen Natur der Berge an der Costa Blanca. Durch achtsame Yogapraxis, heilende Meditationen und herzöffnende Rituale schaffen wir einen geschützten Raum, in dem du dich in deiner ganzen Strahlkraft zeigen darfst. „Erwecke auch du die Göttin in Dir“
Dieses Wochenende ist eine Einladung, dich selbst zu beschenken.
Sehnst du dich nach mehr Tiefe, Verbindung und gelebter Selbstliebe? Dann folge dem Ruf deines Herzens?

Wann: 12. – 19. November 2025

Wo: Altea de Vella, Coata Blanca

Beitrag: € 390 EUR
zzgl. Übernachtung & Verpflegung z.B. im DZ inkl. Verpflegung € 420

Anmeldung



Der Alltag hatte mich wieder. Doch Indien bleibt immer in meinem Herzen. 

 

 

Meine Jahresaussicht 2025

Vertrauen – ist das große Wort für mich in diesem Jahr

 2025 ist ja wieder ein männliches Jahr. Ungerade Zahlen sind männlich. Die 5 steht für den 5. Körper, der physische Körper, den es gilt zu stärken. Die Quersumme des Jahres ist die 9. Sie steht für den Subtilkörper. Er ist die tiefere Identität des Menschen und überdauert mit der Seele zusammen den Tod des menschlichen Körpers.

Das bedeutet für uns: die Veränderungen die in 2024 ins Leben kamen, müssen jetzt im 2025 etabliert oder gelebt werden.

 In meinem Fall ist es, dass ich bedingt durch den Tod meines Freundes aus dem Paradies ausgezogen bin. Also aus der Wildnis in ein kleines Dorfhaus, zurück in die Zivilisation!
Mein Leben hat sich komplett geändert. Nun muss ich es noch annehmen und leben und darauf vertrauen, dass alles gut wird.

Die 1. Veränderung ist schon eingetroffen. Mein Kater, Miel ist nach 19 Tagen wieder im Dorfhaus angekommen. Was für eine Freude!
Leider kann er mir nicht erzählen, was er erlebt hat und wo er war, aber ich bin froh ihn gesund zurück zu haben.   

Nun vertraue ich darauf in diesem Jahr zur Ruhe zu kommen und wieder Struktur in mein  Leben zu bringen.

In meinem Tagesablauf bleibt natürlich mein yogisches Morgenritual, bei dem auch du dabei sein kannst!
Jeden Morgen bieten wir, 5 Yogalehrer abwechselnd eine Yoga-Quicke an.

Ich bin Donnerstag von 7.00 – 7.30 h dabei. Nach meiner Indienreise, ab April wenn die Zeit erneut umgestellt wird, wechsele auf  7.30 – 8.00 h. 

Die Morgenwanderung mit meinem Hund, Lana werde ich weiterhin genießen.
Seit meinem Umzug gehe ich auch noch am Nachmittag mit ihr, denn ich habe kein Land oder Garten mehr! So ist Gassi gehen angesagt und wir bleiben beide in Bewegung.

 

Bis zu Sommer werde ich in der Schule für Erwachsene Spanisch und Valenciano lernen, da ich die Einheimischen immer noch schlecht verstehe. Es macht mir Spaß zu lernen, denn es regt mein Geist an. Was nützt es uns, nur unseren Körper flexibel und beweglich zu halten, auch der Geist braucht Anregung.

Natürlich braucht der Geist auch seine Pausen und dafür gibt es die Meditation. Weißt du, dass ich auf „Insight Timer“, der kostenlosen MeditationsApp verschiedene Meditationen für dich hochgeladen habe? Vielleicht kommt dieses Jahr noch die ein oder anders hinzu.

In meiner Jahresaussicht habe ich also einiges vor:

 Diese 6 Projekte gehe ich 2025 an

  1. Sadhana – das yogische Morgenritual bekannter machen
  2. Endlich die Meditationen aufschreiben, die mir im Kopf herumschwirren
  3. Meinen YouTube-Kanal aufräumen
  4. Sterbehilfe anbieten, da ich im Freundeskreis so viel Erfahrungen gesammelt habe.
  5. Ein neuer Podcast, in dem ich über das „älter werden“ und den damit verbundenen Schwierigkeiten spreche
  6. Zwei Yoga-Retreats „Erwecke die Göttin in Dir“ Vor Ostern und im November sind geplant.

 

Der Einfluss des Lichts – Chronobiologie, innere Uhr, Stimmungen und das Licht in mir! 

Unserer wichtigster Zeitgeber ist nicht die Uhr, sondern das Licht. Es steuert unsere Körpertemperatur, den Blutdruck und den Stoffwechsel. Das Licht lässt physiologische Prozesse in uns ablaufen. Ca. 2 Stunden nach dem Dunkelwerden wird bei dem erwachsenen Menschen das Schlafhormon Melatonin ausgeschüttet. Wir werden müde und je nach Schlaftyp schlafen wir mehr oder weniger tief und lang.

 

Der moderne Mensch setzt sich leider, oft aus ökonomischen Gründen, über dieses Naturgesetz hinweg. Er stellt die Uhren um, leuchtet die Welt nachts künstlich aus, arbeitet in Nachtschichten und macht die Nacht zum Tag – alles ohne Rücksicht auf unseren tierischen Körper, der einem Biorhythmus unterliegt, der vom Tages- und Nachtrhythmus abhängig ist. Dunkle Tage und zu viel künstliches Licht in der Nacht bringt uns aus dem Gleichgewicht und kann zu Schlafstörungen und Depressionen führen.

Wenn ich mit meinem eigenen Biorhythmus lebe, statt gegen ihn, geht es mir gut. Denn ändern können wir unseren Biorhythmus nicht wirklich! Wir alle kennen den Jetlag auf großen Reisen. Spätestens dann merken wir, dass wir unseren Biorhythmus nicht überlisten können. Für mich spielte das Licht schon immer eine sehr große Rolle.


Verhütung mit dem Mondlicht
Als junge Frau fand ich für mich heraus, dass ich mit dem Mondlicht verhüten kann.
Früher waren die Vollmondnächte hell. Bei den Naturvölkern menstruierten die Frauen im Mondrhythmus. Die Zyklen der Frauen waren also konstant. Erst seitdem es künstliches Licht gibt, sind ihre Zyklen durcheinandergeraten. Ein konstanter Zyklus führt zu einem leicht errechenbaren Eisprung und das hilft bei der Verhütungsplanung.

Ich hatte meine Tage bei Vollmond und damit es so blieb, schlief ich in Vollmondnächten mit einem Nachtlicht. Natürlich schlief ich schlecht, aber das war in den Vollmondnächten sowieso der Fall! Mein Zyklus blieb dadurch gleichmäßig und ich konnte auf andere Verhütungsmittel verzichten. Für mich war es eine wunderbare Methode. 

 Laufen mit dem Sonnenlicht
Schon immer konnte ich gut früh aufstehen. Besonders als junge Frau und Mutter liebte ich die Zeit vor dem Sonnenaufgang. Die Stille und Ruhe im Haus nutzte ich für meine morgendliche Sadhana. Trotz dieser morgendlichen Praxis, neigte ich zur Winterdepression. Es ist im Winter in Deutschland einfach zu dunkel! Mir fehlten das Licht und die Sonne! So entschied ich mich, trotz großer Abneigung, morgens joggen zu gehen. Es kostete mich viel Überwindung. Ich lief an einem Flussufer dem Sonnenaufgang entgegen. Die Sonne ging auf, spiegelte sich im Wasser und blendete mich. Es war so schön hell, dass es mich bald keine Kraft mehr kostete, morgens loszulaufen, sondern mich traurig stimmte, wenn ich es nicht schaffte. Unglaublich war für mich, dass es selbst bei Schmuddelwetter Licht am Wasser gab. Und tatsächlich, meine Winterdepressionen nahmen ab.  

Leben nach der Sonnenuhr
Inzwischen lebe ich in Spanien im Licht und richte meinen Tag nach der Sonnenuhr. Ich habe meinen Biorhythmus und erwache immer zur gleichen Uhrzeit. Die Sonne unterliegt einem anderen Rhythmus, sie geht im Winter später auf und im Sommer früher unter. So praktiziere ich in den Wintermonaten bis zum Sonnenaufgang Yoga und Meditation, und danch eine Wanderung über die Berge. In den Sommermonaten wache ich kurz vor dem Sonnenaufgang auf, gehe gleich los und yogiere nach der Wanderung. Ich genieße es, in diesem wunderbaren Licht, in dieser atemberaubenden Kulisse zu wandern und zu meditieren. Die Zeit, die ich für mich morgens habe, ist die wertvollste des Tages. Ich weiß, dass es ein ungeheurer Luxus ist, mir jeden Morgen diese Zeit für meine ganz persönliche Sadhana zu gönnen.

Hier in Spanien leben wir mehr draußen an der frischen Luft. Meine früheren Depressionen haben sich schon lange verabschiedet. Das Licht bewirkt, dass die Menschen hier das Leben einfacher und gelassener nehmen. Der Sauerstoff, der im Blut angereichert wird, sorgt für mehr Energie und das Licht versorgt uns mit Vitamin D.

 Das Licht in mir
Heute suche ich immer mehr das Licht in mir. In der Meditation habe ich es manchmal schon gesehen und mich in ihm gesonnt. Ich sehe und fühle das Licht über die Krone kommen. In diesen Momenten bin ich so unendlich glücklich und fühle mich verbunden mit Allen und Allem – doch leider ist dieser Moment nicht unendlich, denn in dem Moment, in dem es mir bewusst wird, mein Geist denkt, dass ich im Licht sitze, ist es auch schon wieder weg! Es ist flüchtig wie bei der Erleuchtung. Eben wurde ich noch erleuchtet und nun mache ich den Abwasch. So profan ist das Leben und so schwierig die Suche nach dem Licht.

Mein spiritueller Name besagt ja, die, die Licht und Hoffnung bringt, und ich hoffe, ich konnte dich inspirieren, mehr Licht in dein Leben zu bringen.
Unter anderem biete ich Yoga- und Wanderwochen hier an der Costa Blanca an. Wir lassen den grauen Alltag hinter uns, spüren die Elemente und nehmen ein Lichtbad. 

Deine Ines Tej Krishan  

Podcast Seva Leben Lieben ist hochgeladen!

Lange habe ich gezögert und dann habe ich mich getraut und meinen Podcast auf Spotify veröffentlicht.
Er ist sehr persönlich und handelt von meinem Leben an der Seite eines kranken Partners. Da es mir nun zum 2. Mal in meinem Leben passiert und ich mich natürlich nach dem Warum fragte und mich so hilflos fühlte, habe ich begonnen meine Gedanken auf mein Diktiergerät im Telefon zu sprechen und daraus ist nun dieser Podcast entstanden.     

Er hat mir über eine schwere Zeit hinweggeholfen und hilft vielleicht auch dir oder Menschen, die in einer ähnlichen Situation stecken.

Er sind erst einmal mit 5 Folgen hochgeladen

Er heißt:  Seva – Lieben – Leben
Seva bedeuten bedingungsloses Dienen. Lieben und Leben ist klar!

  1. die Selbstfürsorge
  2. Die Liebe und wie sie sich verändert
  3. die Wut, Aktzeptanz und Dankbarkeit
  4. Die Sprachlosigkeit
  5.  Glück und Vergebung

Höre doch mal rein !

Vertrauen und Loslassen

Meine Freundin Heike und ich beschlossen schon im Juli, im Herbst zusammen ich die Wüste zu reisen. Der Wüstentrip im November wurde von Janina Bäder einer Kundalini-Yoga-Lehrerin aus einem Dorf in der Nähe von Bremen angeboten. Vorort war alles schnell gebucht, fehlte noch die Flugbuchung. Diese war für mich eine kleine Herausforderung. Denn Heike wohnt in Deutschland und ich in Spanien. Verschiedene Flughäfen, unterschiedliche Flugzeiten! Tunesien wird von Spanien gar nicht angeflogen. Ich musste also nach Frankreich, Italien oder Deutschland. Ich entschied mich über Deutschland, mit dem gleichen Flieger wie Heike ab Frankfurt zu fliegen und auf diesem Weg meine Kinder zu besuchen. Doch als ich bei TunisAir auf der deutschsprachige Seite buchen wollte, war der Flieger bereits ausgebucht. Herrjeh, Heike hatte schon gebucht! Was nun?
Auf der französischen Seite, stand der Flug noch im Programm.  Also habe ich ihn dort aufgerufen und gebucht, obwohl ich kaum Kenntnisse der französischen Sprache habe. Ein wenig flau war mir dabei geworden. Denn es war sehr merkwürdig. Ein paar Mal bin ich aus dem Programm geflogen und musste wieder von vorne anfangen, doch am Ende bekam ich eine Bestätigung und der Flugpreis wurde von meinem Konto abgebucht. Jedoch, es gab kein Ticket. Ich musste vertrauen!

Dann am Tag vor dem Abflug in Deutschland las mein Sohn, dass ich als Corona-Ungeimpfte einen Test benötige, der auf Englisch ausgestellt und nicht älter als 24 Stunden alt sein muss. Ich dachte, das ist einfach. So viel habe ich gehört und gelesen von den vielen Testzentren in Deutschland und das die Deutschen sich sogar testen, um essen zu gehen und alle so merkwürdigen Nachrichten, dass ich immer so glücklich war in Spanien leben zu dürfen.  In Spanien gibt es keine Testzentren. Man kann, wenn man ins Ausland fliegt zum Arzt oder ins Krankenhaus geben aber es ist teuer, zwischen 50 und 80 Euro. Niemand interessiert sich hier für Tests. Doch meine Suche nach einen Testzentrum in Bremen war schwieriger, als gedacht. Schließlich sollte das Testergebnis in Englisch ausgedruckt werden. Erst im dritten Testzentrum klappte es. Dort war ich auf dem Weg zum Bahnhof. Jedoch wurde mir das Ergebnis aus Zeitmangel nicht ausgedruckt. Sie würden mir das Ergebnis auf das Telefon schicken. Ich musste ihnen vertrauen. Zum Glück kam es an. Da ich es jedoch ausgedruckt vorlegen sollte, schickte ich es Heike weiter, die schon in Frankfurt war und bat sie es für mich auf dem Weg zum Flughafen auszudrucken. Ich vertraute erneut auf mein Glück! Es klappte!

Meine Enkelin hatte mir eine Zugfahrkarte nach Frankfurt gebucht. Nun stellte ich im Zug fest, dass dieser bis zum Flughafen fuhr. Yippie, dort wollte ich ja hin, also blieb ich sitzen und wollte ein Ticket nachlösen. Doch die Schaffnerin erklärte mir, dass müsse ich heutzutage über eine App machen, die ich logischer Weisen nicht habe. Ich lebe in Spanien und bin bestimmt nicht die einzige Ausländerin, die mit der Deutschen Bahn unterwegs ist?  Bargeld oder Kartenzahlung, wie früher gibt es nicht mehr! Wieder hatte ich Glück! Ein junger Mann buchte für mich das Ticket und ich konnte ihn bar bezahlen. Mein Adrenalinspiegel war schon sehr erhöht, als ich im Frankfurter Flughafen ankam.
Der Frankfurter Flughafen ist bestimmt für jeden eine Herausforderung. Ihr müsst nicht glauben, dass ich unerfahren bin. Ich habe es auch in Paris und New York geschafft, aber es bleibt eine stressige Angelegenheit. Auf meinem Berg ist mir diese enorme Energie fremd geworden. Wie dem auch sei, ich musste mit einem Bus zu einem anderen Terminal fahren. Ich habe das richtige Terminal gefunden und meine Freundin getroffen. Nun stelle sich noch die Frage mit dem Ticket. Und siehe da, die Tunesier sind einfach unkompliziert, wir benötigten nur unseren Reisepass und schon saßen wir nebeneinander im Flieger! Wie früher. Uns wurde sogar Essen serviert! Und keiner wollte meinen Coronatest sehen!

Gut, dass ich so auf mein Glück vertraut habe.

Wir kamen sehr spät abends in Djerba an und fuhren mit dem Taxi ins Hotel. Es war ein sehr einfaches, arabisches und völlig ausreichendes Haus. Eine umgebaute Karawanserei. Ich war viel zu aufgewühlt, um schlafen zu können und lag noch wach als der Iman zum Gebet rief. Nun sollte ich sowieso bald aufstehen. Doch diese Nacht habe ich genossen. Ich war fern ab von allem und mit mir alleine im Orient. Das große Bett für mich ganz allein, der Aufruf zum Gebt genau zu meiner Lieblingszeit, die Geräusche der erwachenden Stadt …. Es war so anders!
Am Morgen nach dem Frühstück wurden wir abgeholt und fuhren 350 km mit dem Jeep in die Wüste. Setzen vorher mit der Fähre zum Festland über. Dann hatten wir ein sehr arabisches Mittagessen in Dous, der Stadt am Rande der Wüste und kehrten in einem Café ein, das nebenbei einen kleinen Laden betreibt. Hier erstanden wir unseren Chech, ein langes Tuch, dass wir zum Turban bannten. Nun sahen wir schon fast aus wie die Beduinen. Noch ein kleines Stück weiter hinein in die Wüste brachte uns unser Fahrer. Hier warteten schon unserer beiden Beduinen und die Kamele auf uns. Es war also eine Anreise voller Aufregung.
Doch nun begann erst das wirkliche Abenteuer. In der Wüste wollte ich lernen loszulassen und zu vertrauen. Mit der Anreise hat das mit dem Vertrauen ja schon einigermaßen geklappt.  Doch es bedarf noch weitere Übungen!

Wir liefen täglich barfuß 5 Stunden durch die Wüste. Meditierten bei Sonnen Auf -und Untergang. Hatten gemeinsame Mahlzeiten, Frühstück, Mittagessen und Abendessen, liebevoll zubereitet von Vater und Sohn. Halfen beim Ent -und Beladen unserer Kamele, sammelten Holz für das Feuer, saßen abends zusammen am Lagerfeuer und schliefen unter dem Sternenhimmel. Ansonsten waren wir mit uns alleine und genossen den Kontakt zu Mutter Erde. Doch dann saß ich auf einer Sanddüne und beobachte, wie sich das eine oder andere Kamel aus dem Staub macht. Ich meinte sofort Mohamed Bescheid sagen zu müssen. Doch Janina sagte: “hallo das ist nicht deine Aufgabe“!  Stimmt, sagte ich und erwähnte es nicht weiter, auch wenn am kommenden Tag das Kamel am Horizont nur Stecknadelkopf groß war! Es ist Mohameds Job! Und so lernte ich weg zu schauen. Wir müssen nicht alles kontrollieren. Hauptsächlich sollten wir uns um uns selber kümmern. Wenn wir uns gut um uns selber kümmern, kümmern wir uns automatisch auch gut um unsere Umwelt. Wenn das so wäre, ginge es uns allen und Mutter Erde besser! Ich lernte nicht ständig nachzufragen. Denn letztendlich war nichts meine Aufgabe und es unterlag nichts meiner Kontrolle. Ich konnte mich ganz auf mich konzentrieren und Innenschau betreiben, mit meiner Seele Kontakt aufnehmen.

Auf der Rückfahrt machte ich nur noch nebenbei die Bemerkung, dass ich es gefährlich finde, im Gebirge ,in den Kurven auf der linken Fahrbahn zu fahren, eigentlich hätte ich es mir verkneifen sollen, denn gleich kam von Janina der Kommentar: „du fährst nicht und der Fahrer will auch nicht sterben!“   Stimmt!

Nun bin ich zurück auf meinem Berg in meinem wunderschönen spanischen Paradies und kann weiter üben loszulassen und zu vertrauen. Denn es stehen ein paar Herausforderungen an wofür ich doch eine Menge Vertrauen brauche und loslassen muss!

Licht & Liebe