Wie ich zum KundaliniYoga kam

1985 lebte ich in Hannover mit zwei kleinen Kindern (3 und 5 Jahre). Abends, wenn die Kinder schliefen, gab ich Kurse oder jobbte in der Kneipe. Nie schlief ich mehr als 4-5 Stunden, erledigte meinen Haushalt und nebenbei das Büro meines damaligen Ehemannes. Mein Leben war chaotisch und stressig und ich war hypernervös. Ich wollte auf gar keinen Fall so eine Furie werden wie meine Mutter, die immer wegen jedem bisschen ausflippte. Ich wollte Ruhe und Gelassenheit in mein Leben bringen und dacht Yoga wäre vielleicht gut.

Kurzentschlossen besuchte ich einen Yogakurs, ohne zu wissen, was mich dort erwartete. Es war sehr komisch. Diese merkwürdigen Übungen und Atemtechniken waren mir als Gymnastiklehrerin und ehemaligen Leistungssportlerin völlig fremd. Ich stellte entsetzt fest t, dass ich immer falsch geatmet hatte. Es war verrückt, die Yogastunde tat mir so gut!  Leider konnte ich nur sehr selten zum Yoga gehen, aber ich praktizierte es so gut ich konnte in den frühen Morgenstunden alleine zu Hause bevor die Familie erwachte! Abends hatte ich nicht die Zeit regelmäßig Kurse zu besuchen.

So um die Jahrtausendwende fiel mir ein Buch „Kundaliniyoga“ von Anand Kauer Seitz in die Hände. Nun wurden meine Yogaeinheiten besser und ich lernte einiges über die Chakren.

Kundalini-Yoga wurde jahrelang meine Geheimwaffe gegen meinen Alltagsstress.

Irgendwann lernte ich Anand in Bremen persönlich kennen. Es war eine seltene Live- Yogastunde. Anand ist eine hervorragende Lehrerein und Ausbilderin.

Mein Wunsch war es tiefer in die Meditation einzusteigen und so fragte ich sie, ob es möglich sei nur den Meditationsteil – 3 Wochenenden – der Ausbildung zum Kundaliniyogalehrer zu belegen. Es war möglich!

Ich begegnete so tollen Menschen und fühlte mich diese Wochenenden so gut aufgehoben und so buchte ich alsbald weitere Module. Alle Module waren sehr interessant und brachten mir neue Erkenntnisse, ich lernte so viel über unseren Körper und die Zusammenhänge wurden für mich auf einmal glasklar. Ich durchlebte einen großen positiven Veränderungsprozess.

Dann folgte ich meinen Ruf und wurde Kundalini Yogalehrerein. Ich freute mich sehr über den spirituellen Namen, den ich erhielt: Tej Krishan, ist diejenige die Licht und Hoffnung bringt – und das möchte ich tun!    .

Ich liebe es mich in meinem Unterricht selber immer wieder neu zu entdecken und lade dich herzlich ein!

OnlineYoga

sonntags „Frühstücksyoga“ von 10 – 11 h

montags „Yoga vom Bett ins Bad“ von 7 – 7.30 h

montags „Yoga-Zirkel“ von 19 – 20.30 h

dienstags „Yoga 60+“ auf dem Stuhl von 10 h – 11 h

nach Vereinbarung Yoga 4you PersonalYoga

Yoga – Retreats an der Costa Blanca in Spanien

Yoga & Wandern im Paradies 26. April – 3. Mai 2024

„Erwecke die Göttin in dir“ YogaVerwönWoche  8. – 15. November 2024

 

Fit für den Winter

Im Herbst wie im Frühling spielt die Entgiftung, Detox heutzutage genannt, eine große Rolle.  Außerdem wollen wir unser Immunsystem für den Winter stärken, um Krankheiten vorzubeugen und Beschwerden zu heilen. Beschwerden entstehen durch Ansammlung von zu viel eingelagerten Giftstoffen (Ama) im Körper. Ama bedeutet “ungekocht” und wird auch als unverdaute Nahrung oder Schlacken bezeichnet. Ama ist eine Belastung für unseren Körper. Darum heißt das Synonym von Krankheit im Ayurveda „Amaya“- „aus Ama entstanden“.  Ama kann die Ursache für rheumatische Erkrankungen, für Allergien und Nahrungsmittelunverträglichkeiten und besonders „moderne Erkrankungen“ wie Übergewicht, Bluthochdruck, Magenschleimhautentzündung, Reizdarmsyndrom und andere Verdauungsstörungen sein.

Eine entgiftende Nahrung hilft unserem Körper wieder in Balance zu bringen, indem wir Giftstoffe auszuleiten und unser Wohlbefinden stärken.

Die aryuvedisch yogische Herbst-Küche kannst du in meiner Kirtankitchen (Kochkurs) kennenlernen. Auch bei meinen Yogaretreats darf jeder Teilnehmer mir mal in der Küche helfen und so etwas über die Zubereitung der Speisen erfahren.

 

Auch der Geist kann aus ayurvedischer Sicht entgiften

Im Ayurveda spielt die Entgiftung nicht nur auf der körperlichen Ebene eine Rolle, sondern auch in unserem „Geist“ kann Ama entstehen. Wir müssen Erfahrungen, Gedanken und Erlebnisse “verdauen” bzw. verarbeiten. Darum ist es möglich, dass z.B. Stress, negative Gedanken und starke Emotionen uns aus dem Gleichgewicht bringen.

Unsere Ernährungs- und unsere Lebensweise hat also große Auswirkung auf unser Wohlbefinden!
Für unsere innere Balance sind neben einer gesunden Ernährung auch Meditation, Atmung (Pranayama) und Yoga sehr wichtig.

Darum biete ich neben den beiden Detox Kochkursen im Herbst und Frühling auch Online-Yoga und Yogaretrats an, damit du deinen Körper stärken, deinen Geist beruhigen und dich entspannen kannst.

Wenn die Termine gerade nicht für dich passen:

Hier sind ein paar Tipp für deine Entgiftung

  1. Gestalte für dich eine Morgen- und Abendroutine, die dich zur Ruhe kommen lässt. Beginne den Tag mit Dankbarkeit für das, was das Leben dir Gutes schenkt und beschließe den Tag mit einer kurzen Meditation und Vergebung. Lass los!
  2. Um die Verdauung von Ama anzuregen, gibt es zwei wichtige Mittel: Gut gekochtes Wasser über den Tag verteilt in kleinen Schlucken trinken und Bewegung!
  3. Komme sonntags um 10 h online zum Frühstücksyoga. Ab November starten wir mit Übungs-Reihen zur Stärkung des Immunsystems.
  4. Gehe regelmäßig an der frischen Luft spazieren.
  5. Sorge für regelmäßigen Stuhlgang (Flohsamen)

 Für die Ernährung gilt:

  1. Beginne deinen Tag am besten mit einem Glas heißem Wasser oder aromatisiere das Wasser als „Trikatu“ (Ingwer, schwarzer Pfeffer, Langpfeffer) – das bringt den Tag in Schwung.
  2. Würze deine Speisen mit Ingwer, Pfeffer, Koriander, Nelken, Kreuzkümmel, Kardamom, Zimt, Senf…. Die meisten Gewürze haben viele freie Radikale, die  Zell-Beschädigungen reduzieren und die Zell-Gesundheit erhalten.
  3. Milchprodukte möglichst meiden – (sie blockieren die feinen Kanäle im Körper). Und wenn unbedingt Milchprodukte, dann niemals Milch und Sahne mit saurem, salzigem, wie Fisch, Fleisch, Früchten oder Alkohol mischen. Das fängt beim Frühstück an:
    Müsli ohne Milch, salziges Brot nicht zusammen mit Milchkaffee.
  4. Kalte Getränke und Speisen nicht zusammen mit heißen Getränken und Speisen einnehmen.
  5. Feste Nahrung abends durch Suppe ersetzen (Gemüsesuppen, Reissuppe, Kitchari, Mungdhal)
  6. Iß wenig rotes Fleisch und vermeide Geräuchertes wie Schinken sowie schwer verdauliche Nahrung, die ähnliche Eigenschaften wie Ama (kalt, schwer, schleimig, klebrig) hat.
  7. Esse nichtn, bevor die letzte Mahlzeit verdaut ist. Mindestens drei Stunden sollten zwischen den Mahlzeiten liegen!

Podcast Seva Leben Lieben ist hochgeladen!

Lange habe ich gezögert und dann habe ich mich getraut und meinen Podcast auf Spotify veröffentlicht.
Er ist sehr persönlich und handelt von meinem Leben an der Seite eines kranken Partners. Da es mir nun zum 2. Mal in meinem Leben passiert und ich mich natürlich nach dem Warum fragte und mich so hilflos fühlte, habe ich begonnen meine Gedanken auf mein Diktiergerät im Telefon zu sprechen und daraus ist nun dieser Podcast entstanden.     

Er hat mir über eine schwere Zeit hinweggeholfen und hilft vielleicht auch dir oder Menschen, die in einer ähnlichen Situation stecken.

Er sind erst einmal mit 5 Folgen hochgeladen

Er heißt:  Seva – Lieben – Leben
Seva bedeuten bedingungsloses Dienen. Lieben und Leben ist klar!

  1. die Selbstfürsorge
  2. Die Liebe und wie sie sich verändert
  3. die Wut, Aktzeptanz und Dankbarkeit
  4. Die Sprachlosigkeit
  5.  Glück und Vergebung

Höre doch mal rein !

Zurück in die Fülle

Noch befinden wir uns im tiefsten Winter und wir sehnen uns alle nach Licht, Wärme und Sonne. Vielen Menschen in Deutschland geht es im Winter so wie mir damals, sie haben eine Winterdepression. Manch einer bekämpft sie mit Arbeit. Und wenn die Arbeit Spaß macht, hilft es über die trostlose Zeit hinweg. Die Woche hält einen im Bann und wir merken gar nicht, in was für einer Matrix wir leben.
Als Kind lebte ich mit meinen Eltern in Bremen an der Bahnlinie. Die Züge waren damals noch richtig laut. Wir mussten unser Gespräch unterbrechen, wenn der Zug vorbeifuhr. Es war für uns normal und keiner dachte über ein störendes Geräusch nach. Für mich war das Geräusch eines Zuges noch lange das Gefühl von Heimat. Immer wenn ich mich als Studentin in Hannover traurig oder einsam fühlte, ging ich zum Bahnhof – krass!

Und genauso ist es mit dem Stress. Manchmal bemerken wir ihn nicht, weil er ein normaler Bestandteil des Alltags geworden ist aber unser Körper reagiert auf die Lebensumstände mit Übergewicht, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und stressbedingten Verspannungen.

Lass es nicht so weit kommen und plane jetzt schon für den kommenden Herbst eine Auszeit nur für dich oder mit deiner besten Freundin!

 Mit allen Sinnen genießen
Die Verwöhn-Woche nur für dich!

22. – 29. November 2023
Hier kannst du dem Herbstblus entfliehen und in dem gut ausgestatteten, herrlich gelegenem Ca Teotihuacan (Sitz der Göttinnen) eine wunderbare Woche mit sanften Yoga, erholsamem Schlaf, gesundem Essen und entspannten Wanderungen in Natur, Bergen und am Meer …. genießen.

mehr

Diese Reise steht im Kontrast zu den „Simple- Live-Retreats“, die ich gewöhnlich anbiete, aber manchmal brauchen wir ein wenig Luxus!  Oder ?

 

Am 2. Februar ist Lichtmess

Wer Neujahr einen Neuanfang versäumt hat, kann jetzt dieses Fest nutzen.

Es ist genau der richtige Zeitpunkt!

Wieso?  

Lichtmess oder auch Imbolc genannt ist ein tief in der Mythologie unserer Vorfahren verwurzeltes Fest. Wie so viele uralte Feste wurde es von den Christen übernommen und ihm der katholische Glauben übergestülpt. Seitdem wird die Jungfrau Maria an Lichtmess geehrt.  

Imbolc bedeutet wahrscheinlich „im Bauch“- im übertragenen Sinne „im Bauch der Erde“ da rührt sich etwas und neues Leben keimt, Im Norden, vielleicht noch unter der Schneedecke, kommen die Schneeglöckchen und Krokusse hervor. Hier im Süden helfen die vielen Regenfällen den Samen aufgehen zu lassen. Überall sprießt und blüht es.

Es ist auch ein Fest des Lichtes, der Reinigung, der Fruchtbarkeit und des Neubeginns!

Es ist weibliches Fest und wurde der Göttin des Lichts und der Fruchtbarkeit aber auch der Poesie und Inspiration, der Musiker und Kunsthandwerker sowie der Hebammen, Gebärenden und Hüterin der Heilquellen gewidmet. Brigid, Bride oder Brigantia ist die Tochter des Himmelsgottes Dagda, in Indien ist sie die weiße Jungfrau Saraswati – die schöne Fließende, Herrin der reinigenden Gewässer, Göttin des Redeflusses und Gattin des Schöpfers Brahma. Nach ihr wurden Flüsse, wie der Braint oder Städte wie Bregenz benannt.

Imbolc ist auch wegen des Winters ein Kerzenfest, dass von jeher im Haus gefeiert wurde. Früher wurden im Winter aus dem Talg geschlachteter Tiere Kerzen hergestellt. Brennende Kerze spenden uns zu Imbolc oder Lichtmess Licht. Das Licht, dass in der dunklen Jahreszeit die Welt erhellt und uns Trost gibt. 

Auch gibt es Bauernregeln zu Imbolc:

Wird es an Lichtmess hell und rein,
wird ein langer Winter sein.
Wenn es aber stürmt und schneit,
ist der Frühling nicht mehr weit.

Der Groundhog Day, die Beobachtung des Verhaltens eines Murmeltiers an diesem Tag ist uns aus dem Film „und täglich grüßt das Murmeltier“ bekannt. Auch hier macht der Hauptdarsteller, der in Pennsylvania eine Übertragung für das TV machen soll, einen nicht ganz unfreiwilligen Neuanfang,

Imbolc ist die Zeit der Hoffnung – die Tage werden jetzt merklich länger und wir sehnen uns nach wärmenden Sonnenstrahlen.
Es ist aber auch eine Zeit um mit neuen Vorhaben und Visionen „schwanger zu gehen“. Es ist die Zeit um Körper und Seele zu reinigen, Haus oder Wohnung zu entrümpeln. Genauso wichtig ist in uns zu gehen und auch hier alte Muster zu erkennen und loszulassen.

Es ist die Zeit für Kerzenmagie, Räucherrituale und viel Bewegung, gut an der frischen Luft.

Oder endlich mit mehr Bewegung anzufangen, dem Winterspeck ade zu sagen und die Ernährung umzustellen. Einen Urlaub zu planen oder einen neuen Job zu beginnen.

 Mit mir kannst du nächsten Sonntag mit Frühstücksyoga am Sonntag von 10 – 11 h starten. 10 x Kundalini-Yoga live via Zoom für nur 50 € 

Die Woche beginne ich montags um 7 h mit 30 Minuten Bewegung und Meditation live via Zoom 20 € monatlich.

Wer in Spanien lebt und Yoga praktizieren möchte, aber nicht mehr auf die Matte will, kann montags um 10.30 h eine Stunde Yoga 60+ auf dem Stuhl in Alfas del Pi mit mir erleben.
Am Dienstag treffen wir uns um 17 h bei mir auf Finca la Higuera zum Kundalini-Yoga in der Natur.

Wer mehr möchte, muss zu uns in die Berge kommen. Wir bieten Yoga & Wander-Wochen und Solitär- Retreats an.

 Alles Termine findest du auf www.ines-tej-in-motion.eu

 Lebe dein Potential – wann, wenn nicht jetzt?

Auch astrologisch nimmt alles Fahrt auf. Die Planeten sind nicht mehr rückläufig und nun steht auch noch Lilith seit dem 8.1. im Löwen und es kann sich eine positive Ausstrahlung, Kraft und Würde entfalten. Lilith, auch der schwarze Mond genannt, bezeichnet eine bestimmte und von der Erde am weitesten entfernte Stelle auf der Umlaufbahn des Mondes. Lilith war die erste Frau Adams, die verstoßen wurde, weil sie ihm nicht untertan sein wollte. So gilt sie als die verachtete Vertreterin verdrängter Weiblichkeit im Patriarchat. Sie zeigt sich oft wild und mit einem Wut verzerrten Gesicht. Im Löwen, dem von der Sonne beherrschten Zeichen, tritt Lilith ins Licht.


Wir Frauen haben fast alle die Erfahrung gemacht, wie schwer es ist Unabhängigkeit zu sein, beruflich erfolgreich und gleichzeitig das weibliches Potenzial auszuleben.

Das Matriarchat wird immer assoziiert mit einer Umkehrung der Rollen. Doch darum geht es gar nicht. In den heute noch existierenden Matriarchaten ist die Familienstruktur wie wir sie erleben aufgebhoben. Sexualität und Elternschaft haben nichts miteinander zu tun. Kinder gehören zum Klan der Mutter und wachsen dort gemeinsam mit den Kindern der Schwestern auf. Die Männer im Clan übernehmen den männlich Part. Denn das Matriarchat gibt keine persönliche Machtakkumulation. Es ist immer eine Macht von Gruppen und ihre Ausübung dient daher nicht individuellen Interessen, sondern folgt den allgemeinen Bedürfnissen. Es geht nicht um Besitz, sondern darum, dass für alle gut gesorgt ist. Die sexuellen Beziehungen zwischen Männern und Frauen folgt dem Gesetz von Lust und Anziehung. 


Wir leben in der Zeit des Wandels und wer weiß, denn „Die Zukunft ist weiblich und bunt“

 

 

 

 

Vertrauen und Loslassen

Meine Freundin Heike und ich beschlossen schon im Juli, im Herbst zusammen ich die Wüste zu reisen. Der Wüstentrip im November wurde von Janina Bäder einer Kundalini-Yoga-Lehrerin aus einem Dorf in der Nähe von Bremen angeboten. Vorort war alles schnell gebucht, fehlte noch die Flugbuchung. Diese war für mich eine kleine Herausforderung. Denn Heike wohnt in Deutschland und ich in Spanien. Verschiedene Flughäfen, unterschiedliche Flugzeiten! Tunesien wird von Spanien gar nicht angeflogen. Ich musste also nach Frankreich, Italien oder Deutschland. Ich entschied mich über Deutschland, mit dem gleichen Flieger wie Heike ab Frankfurt zu fliegen und auf diesem Weg meine Kinder zu besuchen. Doch als ich bei TunisAir auf der deutschsprachige Seite buchen wollte, war der Flieger bereits ausgebucht. Herrjeh, Heike hatte schon gebucht! Was nun?
Auf der französischen Seite, stand der Flug noch im Programm.  Also habe ich ihn dort aufgerufen und gebucht, obwohl ich kaum Kenntnisse der französischen Sprache habe. Ein wenig flau war mir dabei geworden. Denn es war sehr merkwürdig. Ein paar Mal bin ich aus dem Programm geflogen und musste wieder von vorne anfangen, doch am Ende bekam ich eine Bestätigung und der Flugpreis wurde von meinem Konto abgebucht. Jedoch, es gab kein Ticket. Ich musste vertrauen!

Dann am Tag vor dem Abflug in Deutschland las mein Sohn, dass ich als Corona-Ungeimpfte einen Test benötige, der auf Englisch ausgestellt und nicht älter als 24 Stunden alt sein muss. Ich dachte, das ist einfach. So viel habe ich gehört und gelesen von den vielen Testzentren in Deutschland und das die Deutschen sich sogar testen, um essen zu gehen und alle so merkwürdigen Nachrichten, dass ich immer so glücklich war in Spanien leben zu dürfen.  In Spanien gibt es keine Testzentren. Man kann, wenn man ins Ausland fliegt zum Arzt oder ins Krankenhaus geben aber es ist teuer, zwischen 50 und 80 Euro. Niemand interessiert sich hier für Tests. Doch meine Suche nach einen Testzentrum in Bremen war schwieriger, als gedacht. Schließlich sollte das Testergebnis in Englisch ausgedruckt werden. Erst im dritten Testzentrum klappte es. Dort war ich auf dem Weg zum Bahnhof. Jedoch wurde mir das Ergebnis aus Zeitmangel nicht ausgedruckt. Sie würden mir das Ergebnis auf das Telefon schicken. Ich musste ihnen vertrauen. Zum Glück kam es an. Da ich es jedoch ausgedruckt vorlegen sollte, schickte ich es Heike weiter, die schon in Frankfurt war und bat sie es für mich auf dem Weg zum Flughafen auszudrucken. Ich vertraute erneut auf mein Glück! Es klappte!

Meine Enkelin hatte mir eine Zugfahrkarte nach Frankfurt gebucht. Nun stellte ich im Zug fest, dass dieser bis zum Flughafen fuhr. Yippie, dort wollte ich ja hin, also blieb ich sitzen und wollte ein Ticket nachlösen. Doch die Schaffnerin erklärte mir, dass müsse ich heutzutage über eine App machen, die ich logischer Weisen nicht habe. Ich lebe in Spanien und bin bestimmt nicht die einzige Ausländerin, die mit der Deutschen Bahn unterwegs ist?  Bargeld oder Kartenzahlung, wie früher gibt es nicht mehr! Wieder hatte ich Glück! Ein junger Mann buchte für mich das Ticket und ich konnte ihn bar bezahlen. Mein Adrenalinspiegel war schon sehr erhöht, als ich im Frankfurter Flughafen ankam.
Der Frankfurter Flughafen ist bestimmt für jeden eine Herausforderung. Ihr müsst nicht glauben, dass ich unerfahren bin. Ich habe es auch in Paris und New York geschafft, aber es bleibt eine stressige Angelegenheit. Auf meinem Berg ist mir diese enorme Energie fremd geworden. Wie dem auch sei, ich musste mit einem Bus zu einem anderen Terminal fahren. Ich habe das richtige Terminal gefunden und meine Freundin getroffen. Nun stelle sich noch die Frage mit dem Ticket. Und siehe da, die Tunesier sind einfach unkompliziert, wir benötigten nur unseren Reisepass und schon saßen wir nebeneinander im Flieger! Wie früher. Uns wurde sogar Essen serviert! Und keiner wollte meinen Coronatest sehen!

Gut, dass ich so auf mein Glück vertraut habe.

Wir kamen sehr spät abends in Djerba an und fuhren mit dem Taxi ins Hotel. Es war ein sehr einfaches, arabisches und völlig ausreichendes Haus. Eine umgebaute Karawanserei. Ich war viel zu aufgewühlt, um schlafen zu können und lag noch wach als der Iman zum Gebet rief. Nun sollte ich sowieso bald aufstehen. Doch diese Nacht habe ich genossen. Ich war fern ab von allem und mit mir alleine im Orient. Das große Bett für mich ganz allein, der Aufruf zum Gebt genau zu meiner Lieblingszeit, die Geräusche der erwachenden Stadt …. Es war so anders!
Am Morgen nach dem Frühstück wurden wir abgeholt und fuhren 350 km mit dem Jeep in die Wüste. Setzen vorher mit der Fähre zum Festland über. Dann hatten wir ein sehr arabisches Mittagessen in Dous, der Stadt am Rande der Wüste und kehrten in einem Café ein, das nebenbei einen kleinen Laden betreibt. Hier erstanden wir unseren Chech, ein langes Tuch, dass wir zum Turban bannten. Nun sahen wir schon fast aus wie die Beduinen. Noch ein kleines Stück weiter hinein in die Wüste brachte uns unser Fahrer. Hier warteten schon unserer beiden Beduinen und die Kamele auf uns. Es war also eine Anreise voller Aufregung.
Doch nun begann erst das wirkliche Abenteuer. In der Wüste wollte ich lernen loszulassen und zu vertrauen. Mit der Anreise hat das mit dem Vertrauen ja schon einigermaßen geklappt.  Doch es bedarf noch weitere Übungen!

Wir liefen täglich barfuß 5 Stunden durch die Wüste. Meditierten bei Sonnen Auf -und Untergang. Hatten gemeinsame Mahlzeiten, Frühstück, Mittagessen und Abendessen, liebevoll zubereitet von Vater und Sohn. Halfen beim Ent -und Beladen unserer Kamele, sammelten Holz für das Feuer, saßen abends zusammen am Lagerfeuer und schliefen unter dem Sternenhimmel. Ansonsten waren wir mit uns alleine und genossen den Kontakt zu Mutter Erde. Doch dann saß ich auf einer Sanddüne und beobachte, wie sich das eine oder andere Kamel aus dem Staub macht. Ich meinte sofort Mohamed Bescheid sagen zu müssen. Doch Janina sagte: “hallo das ist nicht deine Aufgabe“!  Stimmt, sagte ich und erwähnte es nicht weiter, auch wenn am kommenden Tag das Kamel am Horizont nur Stecknadelkopf groß war! Es ist Mohameds Job! Und so lernte ich weg zu schauen. Wir müssen nicht alles kontrollieren. Hauptsächlich sollten wir uns um uns selber kümmern. Wenn wir uns gut um uns selber kümmern, kümmern wir uns automatisch auch gut um unsere Umwelt. Wenn das so wäre, ginge es uns allen und Mutter Erde besser! Ich lernte nicht ständig nachzufragen. Denn letztendlich war nichts meine Aufgabe und es unterlag nichts meiner Kontrolle. Ich konnte mich ganz auf mich konzentrieren und Innenschau betreiben, mit meiner Seele Kontakt aufnehmen.

Auf der Rückfahrt machte ich nur noch nebenbei die Bemerkung, dass ich es gefährlich finde, im Gebirge ,in den Kurven auf der linken Fahrbahn zu fahren, eigentlich hätte ich es mir verkneifen sollen, denn gleich kam von Janina der Kommentar: „du fährst nicht und der Fahrer will auch nicht sterben!“   Stimmt!

Nun bin ich zurück auf meinem Berg in meinem wunderschönen spanischen Paradies und kann weiter üben loszulassen und zu vertrauen. Denn es stehen ein paar Herausforderungen an wofür ich doch eine Menge Vertrauen brauche und loslassen muss!

Licht & Liebe